Sonntag, 10. Mai 2015

Bad Berneck

An der A9 im Norden Bayerns, nördlich von Bayreuth fährt man an der Ausfahrt Himmelkron (mit Autohof) ab und kommt gut beschildert nach knapp 5 km in ein paar Minuten in Bad Berneck an.

Bad Berneck liegt am am Westrand des Fichtelgebirges und ist seit 1857 ein Kurort. Zuerst war es Molken- und Luftkurort, seit 1930 Kneippkurort und inzwischen Kneippheilbad. Reizvoll und romantisch, so heißt es. Der Kurpark ist ausgeschildert, irgendwo findet man einen Parkplatz und kann losmarschieren.

Typisch für Kurorte sind ja die Kolonnaden, davon hat Bad Berneck zwei, eine alte von 1857 und die neue, hier auf dem Bild.

Bad Berneck: Kurpark mit den neuen Kolonnaden



Beim Spazieren durch den Kurpark merkt man die Nähe des Fichtelgebirges, es wird naturnah.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Waldweg

Zum Ausruhen kann man sich an die Bank des Brunnens setzen.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Brunnen

Die Wege sind gut beschildert. Auch für Nordic Walker gibt es gut markierte Laufstrecken, insgesamt sieben verschiedene. Radwege sind auch vorhanden.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Schilder

Zwischendurch bleibt Zeit zum Beobachten verschiedenster Tiere und Pflanzen.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Flora und Fauna

Der Kurpark ist nicht nur für betagte Kurgäste, auch Kinder finden ihren Spaß auf dem Spielplatz oder beim Anschauen und evtl. Streicheln der Ziegen, die neben dem Spielplatz ihre Behausung haben. Daneben gibt es eine Minigolfanlage.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Ziegen und Spielplatz

Auch ein Spaziergang durch den Ort selbst ist reizvoll, charmante kleine Gassen, vor allem jetzt im Frühling, wenn alles grünt und blüht. Der Flieder am Schlossberg unterhalb des Turms (in der Mitte des Fotos) kommt auf dem Bild nicht so raus, blühte aber wunderschön.

Bad Berneck: Marktplatz mit Schlossturm des Alten Schlosses

Im Ort und der Umgebung gibt es viele beschilderte Spazier- und Wanderwege, auch der Jean-Paul-Rundweg führt durch. Das Radwegenetz ist an den Main-Radweg angeschlossen. Wer ein Smartphone oder Tablet dabei hat, kann per QR-Code eine Schnitzeljagd absolvieren. Es ist also gut touristisch erschlossen.

Der Marktplatz hat angeblich die höchste Gastronomiedichte Frankens. Es gibt auch wirklich einige Restaurants und Gasthäuser, Biergärten, Cafés und Eisdielen, wobei nicht alle geöffnet sind. Auch Schwerpunkte wie heimische Wildkräuter oder Brezenwochen finden sich.

Ich war diesmal in der Lindenmühle direkt am Kurpark zum Essen, ein Muttertagsmenü, zu dem ich meine Mutter eingeladen habe. Bärlauchcremesüppchen, fränkische Spargel an handgerührter Hollandaise und Schweinemedaillons, zum Dessert weiße Mousse au chocolat mit Erdbeeren und Cashew-Crunch. Sehr gutes Essen, zuvorkommender freundlicher Service, schönes Ambiente. Kann ich absolut weiterempfehlen!

Bad Berneck: Lindenmühle


Kulturell ist auch einiges geboten: Im Sommer gibt es Freilichtspiele und verschiedene Veranstaltungen und Feste, Details finden sich hier. Auch Erlebnistouren durch die für ihre geologische Vielfalt bekannte Stadt sind buchbar, es gibt Felsenkeller, usw. Also viel zu entdecken!

Donnerstag, 30. April 2015

Stippvisite Romanshorn

Ich war beruflich kurz in der Schweiz und habe mir vor der Weiterfahrt die Zeit genommen, durch das direkt am Bodensee gelegene Romanshorn zu bummeln. Wasser, frische Luft, Bewegung und das Wetter war auch okay - das tut gut! :-)

Romanshorn

Dunkel bekannt war mir der Ort seit meiner Kindheit, er ist nämlich bekannt für seinen Hafen und irgendwann war ich mal mit einem Boot dort angekommen. Denke ich, das ist ja schon lange her. Diesmal war ich mit dem Auto da und bin der Beschilderung zum Parkplatz See 3 Promenade gefolgt. Für 1 CHF darf man dort 2 Stunden parken. Sooo teuer ist die Schweiz also gar nicht! ;-)

Von dort sieht man ein großes ehemaliges Lager- bzw. Zollhaus, wenn man in Richtung See spaziert. Heute ist dort u.a. ein Museum untergebracht.

Romanshorn: Museum am Hafen

Die Zeit der Einbäume ist lange vorbei, der Handel über den See blühte für Romanshorn auf, als 1855 die Bahnlinie von Winterthur eröffnet wurde und eine schwimmende Brücke über den See führte. Heute transportieren Fähren Menschen und Fahrzeuge über den Bodensee.

Romanshorn - Ausflüge per Schiff auf dem Bodensee

Mitte des 19. Jahrhunderts befuhren große Dampfschiffe, Eisenbahn-Dampffähren und Trajektkähne den Bodensee und verbanden Romanshorn und Friedrichshafen, Lindau und Bregenz. Sie beförderten jährlich zehntausende Eisenbahnwagen und Menschen. Das steht zumindest so auf einer der vielen Informationstafeln, die entlang des Wassers aufgestellt sind.


In den Hafenbecken liegen neben den Fähren und Schiffen auch eine Menge kleine Boote. Man kann auf gut ausgebauten Wegen spazieren. Langweilig wird es nicht, der See ist traumhaft schön und wenn man sich dreht, sieht man im Hintergrund die Berge mit dem Säntis.

Romanshorn - Blick auf den Säntis über den Bodensee hinweg

Wenn man sich Richtung Westen hält, gelangt man in den sog. Seepark. Zurzeit blüht alles wunderschön und drei Gärtner waren damit beschäftigt, die Anlage zu pflegen. Es gibt dort auch einen Spielplatz, einen kleinen Wassergarten und eine höhergelegene Aussichtsterrasse mit direktem Blick auf den See.

Man sieht einige Radfahrer; es scheint radwegemäßig sehr gut erschlossen zu sein. Also auch ein Tipp: Mal am Bodensee entlang radeln! :-)

Höher gelegen ist die Alte Kirche, die aus dem 8. Jahrhundert stammt. Nach der Reformation wurde sie interessanterweise bis 1911 von beiden Konfessionen genutzt.

Romanshorn - Blick auf die Alte Kirche

Man kann am Ufer entlang marschieren, irgendwann stößt man auf das städtische Strandbad. Aber dafür war es dann doch zu kalt. ;-)

Romanshorn - Badestrand

Im alten Schloss aus dem 15. Jahrhundert ist heute ein Hotel und ein Restaurant untergebracht. Auf die Terrasse des Restaurants hat man von unten über Weinberge einen schönen Blick.

Romanshorn - Schlosshotel und Restaurant TriBeCa

Allgemein habe ich einige Restaurants gesehen, die einen guten Eindruck machten. Spargelkarten gab es und Mittagsmenüs, in vielen Restaurants konnte man draußen essen. Nahe meines Parkplatzes gab es auch einen Imbiss mit Eis und Kleinigkeiten. Noch war es relativ ruhig, aber an Feiertagen oder in der Ferienzeit wird sicherlich mehr los sein.

Mir hat mein kleiner Ausflug nach Romanshorn gut gefallen. Die Lage ist wirklich einmalig schön.

Montag, 9. März 2015

Petersberg, Sachsen-Anhalt

Ich war auf der Autobahn unterwegs und wollte eine kurze Pause machen. Statt ein Fastfood Restaurant zu besuchen hatte ich vorgeplant und mir etwas zu essen eingepackt. Da bot es sich an, ein Ziel anzusteuern, das mir schon öfter aufgefallen war. Verkehrsgünstig an der A14 nördlich von Halle gelegen, sieht man den Petersberg mit Kirche und Sendemast gut von der Autobahn aus.


Ab der Ausfahrt 15-Halle-Trotha ist der Petersberg ausgeschildert. Es ist dann doch weiter von der Autobahn entfernt bzw. man fährt über kleine Straßen, so dass die Fahrt länger dauerte als ich es abgeschätzt hätte. Ich hatte wenig Zeit und habe mich daher nur ein wenig in der Stiftskirche des Klosters umgesehen.

Die Klosteranlage liegt an der Straße der Romanik. Diese verläuft in Form einer Acht durch Sachsen-Anhalt, im Zentrum befindet sich die Landeshauptstadt Magdeburg.

Die Straße verbindet die Dome, Burgen, Klöster und Kirchen, die in der Zeit vom 10. bis Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden sind und somit ein Zeichen der Christianisierung darstellen. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt über 1.000 Kilometer, mit insgesamt 80 romanischen Objekten in 65 Orten. Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Petersberg ist eine davon.

Man kann davor parken. Die Kirche ist geöffnet, alles ist gut ausgeschildert, man fühlt sich willkommen.

Petersberg - Innenansicht

Die Ausstrahlung der Stiftskirche, einer romanischen Basilika aus dem 12. Jahrhundert hat absolut etwas und lohnt einen Besuch, finde ich.

Derzeit wird viel renoviert und angebaut, es ist nicht geleckt oder fertig, sondern noch im Umbruch. Ein paar Brüder und Schwestern haben sich im Kloster niedergelassen und leben im Sinne von ora et labora.


Von oben hat man bei klarem Wetter sicherlich eine schöne Aussicht. In der Umgebung bzw. am Fuße des Petersbergs befinden sich eine Rodelbahn, ein Walderlebnispark, ein Museum sowie Gaststätten, die jetzt im Winter außerhalb der Saison aber geschlossen wirkten.

Sonntag, 1. März 2015

Kerala Blog Express

Manchmal läuft es anders als man etwas plant. Ich hatte mich ja letzten Jahr für den Kerala Blog Express, eine zweiwöchige Tour mit Reisebloggern aus der ganzen Welt beworben (das lief über Facebook, hier hatte ich nichts darüber geschrieben). Die ersten Teilnehmer waren ausgewählt und ich war nicht dabei. Also sagte ich für die erste Märzhälfte einen beruflichen Termin zu. Nachdem einige Teilnehmer abgesagt hatten, bekam ich eine Zusage. Zu spät...

Ich danke allen, die damals für mich gestimmt haben. Auch wenn ich leider nicht dabei bin, hier der Link zum Blog Express. Dort wird zeitnah berichtet, ebenfalls über Twitter. Die ersten Teilnehmer treffen gerade ein oder sind auf dem Weg.

Kerala Blog Express 2 - WebsiteAllen Teilnehmern und dem Tourismusverband Kerala wünsche ich eine schöne Zeit und viele interessante Eindrücke. Ich werde sie aus der Ferne verfolgen.

Montag, 16. Februar 2015

Schneeschuhwandern im Frankenwald

Wenn man ein Urlaubsgebiet vor der Haustüre hat und dann noch die Sonne scheint, ist es für mich perfekt, ein paar Kilometer weiter zu fahren, um sich im Schnee auszutoben.

Schneeschuhwandern liegt auch hierzulande immer mehr im Trend. Man kann ohne große Vorbereitung losziehen, einfach in der Kleidung, die man eh anhat. Ich ziehe Bergstiefel an und befestige daran meine Schneeschuhe. Wichtig sind Gamaschen, damit es nicht nass in den Schuhen wird.

Schneeschuhwandern im Frankenwald,

Gemütlich oder auch mal etwas schneller wandert man dann durch Wälder und über Felder, auf Waldwegen oder auch mal querfeldein.

Das schöne daran ist, dass man Wege gehen kann, die im Sommer nicht leicht passierbar sind, bzw. die keine Wege sind sondern z.B. Wiesen. Auch Steigungen oder Gefälle gehen ganz gut.

Winter im Frankenwald

Interessant sind die Tierspuren, die man ab und zu sieht. Wobei ich nicht so gut im Raten bin, welche Tiere da wohl im Wald unterwegs waren... Rehe und Hasen haben wir schon gesehen.

Mit Hilfe der Stöcke kann man auch leicht über kleine Bäche übersetzen.

Schneeschuhwandern im Frankenwald,

Die frische winterliche Waldluft ist ein Traum und wenn dazu noch die Sonne scheint, ist Schneeschuhwandern eine gute Art, die Fitness zu erhalten oder zu steigern. Unkompliziert, entspanned, mit Spaß.

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