Mittwoch, 20. Januar 2016

Stadt oder Land?

Als ich mit meinem Reise-Blog anfing, gab's noch sehr wenige andere Blogs in der Art. Die letzten paar Jahre hat sich das grundlegend geändert, neue Blogs schießen wie Pilze aus dem Boden und inzwischen gibt es auch immer mehr Blog-Events oder Blogparaden, die ich sonst nur von meinem anderen Blog her kannte. Mir gefällt so etwas, auch wenn ich meist nicht mitkriege, wenn welche stattfinden.

Diesmal habe ich Wind davon bekommen: Ilona von wandernd ~ wandering.wondering.travelling fragt Stadt oder Land?, wo leben wir lieber, was bereisen wir lieber. Das ist ein super Thema, zu dem ich ganze Abhandlungen schreiben könnte. Als Blog-Beitrag tut's was kürzeres, und ein paar Fotos. :-)

Blick auf Dubai und Baustellen Dezember 2011

Lebt ihr in der Stadt oder auf dem Land?
Lebt ihr gerne und freiwillig dort oder würdet ihr es gerne ändern?


Ich habe so ziemlich alles schon erlebt - vom Dorf mit 200 Einwohnern bis hin zur 25 Millionen Metropole. Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt im Dunstkreis von Stuttgart. Die Großstadt war 25 km entfernt, die Dörfer der Umgebung locker mit dem Fahrrad erreichbar. Zu Schulzeiten bin ich schon gerne gereist und fand z.B. Chicago als 16jährige imposant und manche Viertel auch beängstigend. Fürs Studium bin ich nach Nürnberg gezogen, das damals auch schon eine halbe Million Einwohner hatte und im Gegensatz zu Stuttgart wirklich von Land umgeben ist, man ist schnell draußen im Grünen. Zum Auslandsstudium zog es mich nach China, ich lebte damals (1990-91) in Tianjin mit 8 Millionen Einwohnern. Aber auch da war das meiste gut mit dem Fahrrad erreichbar.

Seit einigen Jahren lebe ich ein paar Minuten Fußweg entfernt von der Stelle, wo ich letzten Sonntag dieses Foto aufgenommen habe. Schön ländlich in Norden Bayerns am Rande des Frankenwalds. Freiwillig. ;-)

Winterspaziergang im Frankenwald

Ich lebe in einem Dorf mit gut 1.000 Einwohnern. Wir haben Ärzte, eine Bank und einen Dorfladen. Daneben gibt es massenweise Vereine und örtliches Leben, an dem ich ehrlich gesagt kaum teilnehme. Dafür bin ich zu wenig sesshaft, zu viel unterwegs oder mit meinen eigenen Themen beschäftigt. Ich mag meine Nachbarn und gleichzeitig auch, dass sie weiter weg wohnen als das in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt wäre, das entspannt. Man ist von hier sofort in der Natur und erlebt die Jahreszeiten hautnah mit. Einen Garten-Einblick gab's gestern im anderen Blog, oben das Foto von einem Spaziergang im Schnee. Der Frankenwald ist eine Region, in der andere Menschen Urlaub machen. Ideal.

Ich bin beruflich und auch privat sehr viel unterwegs, in Deutschland und international, da habe ich genügend Trubel und viele Großstädte. Für mich passt das zurzeit, wobei ich ziemlich sicher bin, dass ich irgendwann auch wieder umziehe. Im Alter sind eine Großstadt, in der ich kein eigenes Auto brauche, sowie Barrierefreiheit durchaus eine Option.

Tokio August 2014

Wie sieht es im Urlaub aus? Macht ihr lieber Städtetrips und taucht in das Gewusel einer Großstadt ein oder doch lieber Urlaub auf dem Bauernhof und Wandern? Oder spielt das keine Rolle für die Entscheidung für ein Urlaubsziel?

Ich mag fast alles - Städtetrips, um das pulsierende Leben zu genießen oder auch mal Konzerte oder Theater live zu erleben und Großstadtluft zu schnuppern. Ich mag auch das Land, Wandern auf Madeira, eine Trekkingtour durch den Urwald, Schlittenhundefahren in Schweden, Schlendern durch malerische Dörfer in Südeuropa - ich nehm' alles mit, was geht und genieße es. Immer wieder anders, immer interessant.

Es spielt also durchaus eine Rolle - je nachdem, ob ich gerade eher Erholung brauche (dann ist das Land besser geeignet) oder etwas erleben will (dann eher eine Städtereise).

Landleben am Mekong, Kambodscha Dezember 2012

Was haltet ihr von den Klischees, die es über Stadt- und Landmenschen gibt?

Ich glaube inzwischen, dass sich das - zumindest hierzulande - erledigt hat oder sich gerade erledigt. Naive Landeier, über die man Witze reißt, weil sie die Mode des Vorvorjahrs tragen, arrogante Städter, die nicht grüßen und mit verbissenem Gesicht hektisch durch die Straßen laufen. Hm... Durch die Medien, das Internet, die Reiselust der Menschen hat jeder mehr Zugang zu Information, zu Neuem, und auch mehr eigene Erfahrung als das in früheren Jahrzehnten üblich war. Daher vermischt sich das bzw. passt sich an, finde ich.

In anderen Ländern sieht das noch etwas anders aus...

Dorfleben auf Boracay, Philippinen 2005

Hat sich eure Einstellung zum Stadt- bzw. Landleben im Laufe eures Lebens geändert?

Ja, ich glaube schon. Als Teenager neigt man ja dazu, das Landleben langweilig zu finden und Großstädte cool. Inzwischen, mit guten Internetverbindungen auch in abgelegenen ländlichen Regionen kann man trotzdem am Zahn der Zeit sein oder kriegt zumindest mit, was anderswo passiert. Ich hatte vor allem in Asien sehr unter Smog zu leiden (wer schon mal 625 AQI erlebt hat, weiß wovon ich spreche), da genieße ich die gute Luft hier im Frankenwald und das Gefühl in meinen Lungen, wenn ich befreit atmen kann.

Es gibt also viele Aspekte, die für oder geben Land- und Stadtleben sprechen. Ich persönlich mag beides und mir ist auch klar, dass beides Nachteile hat. Daher genieße ich es, dass wir in einer Zeit leben, in der man immer mal wechseln kann, ob durch Umzug oder - einfacher, häufiger - durch Reisen.

Blick auf Miami Beach bei Sonnenuntergang

Sonntag, 27. Dezember 2015

10 Tage Madeira

Der eine Tag auf Madeira während unserer Transatlantik-Schiffsreise 2013 hatte uns so gut gefallen, dass wir dort noch beschlossen hatten, unbedingt einmal für etwas länger auf diese Insel zu fahren. Bis es soweit war, dauerte es dann doch ein wenig, aber diesmal hat es geklappt.

Relativ kurzfristig hatte ich ein günstiges Angebot für Flug und Hotel samt Frühstück gefunden und spontan gebucht.

Blick auf Funchal, Madeira
Das Casino Park Hotel war unser Wunsch, es liegt in Funchal nahe des Hafens, am Stadtpark Santa Catarina und direkt neben dem Casino. Dabei handelt es sich um ein Stück Architekturgeschichte: Der brasilianische Star-Architekt und Oscar Niemeyer entwarf dieses imposante First-Class-Hotel als Teil eines Komplexes, der auch das Casino von Madeira und das Kongresszentrum (das dann aber doch anders gebaut wurde) beinhaltet.

Hier der Link zu den einzelnen Reise-Tagen:


Uns hat es super gefallen. Madeira ist allgemein sehr sicher, sehr entspannt, auch im Dezember waren die Temperaturen angenehm, oft konnte man tagsüber mit T-Shirt durch die Gegend marschieren, manchmal brauchte man eine Jacke. Es gab auch zwei Tage, die warm genug waren, dass man sich im Bikini sonnen und im Meer oder Pool baden konnte. Auch im Winter blüht eine Menge auf der Blumeninsel im Atlantik, ein ideales Reiseziel, wenn man - wie wir - ein wenig entspannen möchte.

Barbara mit Erfrischung in Funchal, Madeira; Coral Beer

Hier meine Tipps für Madeira:

  • Man fliegt ca. 4 bis 4,5 Stunden. Wir sind ab München geflogen, hin mit Condor, zurück mit Air Berlin. Last minute war die Pauschale mit Flug und 9 Hotelübernachtungen samt Frühstück deutlich billiger als wenn wir das separat gebucht hätten. Transfer war nicht inklusive. Den habe ich am Vortrag unserer Reise online über Madeira-Airport-Transfers für 23 Euro pro Strecke (also 46,- insgesamt) organisiert, was perfekt geklappt hat.
  • Da wir früh morgens ab München flogen, habe ich ein Park & Fly organisiert, das über holiday extras eine Übernachtung im Mövenpick Hotel nahe des Flughafens, den Transfer hin und zurück sowie den Parkplatz am Hotel enthielt. Das lohnt sich, gerade auch bei den Parkplatzpreisen am Flughafen.  
  • Einen Mietwagen haben wir vor Ort spontan (im Hotel) organisiert. Das mitgebrachte Navi taugt nichts, also lieber daheim lassen. Die Straßenbeschilderung ist nämlich super, man findet, was man sucht und ein kleiner Umweg, falls man sich verfährt, macht nichts. Die Insel ist klein, die Entfernungen sind entsprechend kurz. 
  • Adapter für Steckdosen kann man ebenfalls daheim lassen. Und in Portugal gilt der Euro.
  • Die Uhr stellt man eine Stunde zurück. Morgens wurde es erst gegen 8 Uhr hell, abends fing es gegen 18 Uhr zu dämmern an. 
  • Ich finde einen Reiseführer als Buch ganz praktisch. Ich hatte mich für Madeira von Irene Börjes, erschienen im Michael Müller Verlag entschieden, der auch einige Wanderrouten enthält. Daneben gibt es gute Seiten im Internet, die auch immer aktualisiert werden. 
  • Mit Englisch kommt man super klar, ein paar Worte Portugiesisch finde ich höflich. Man trifft auch viele Menschen, die Deutsch sprechen. In der Region um Caniço, etwa 10 km östlich von Funchal, sind angeblich deutsche Touristen in der Mehrzahl, da kommt man wohl auch gut durch, auch wenn man nur deutsch spricht.
  • Wer es schafft, über den Jahreswechsel in Madeira zu sein, kommt in den Genuss eines Neujahrsfeuerwerks, das seinesgleichen sucht. Ganz Funchal ist ein bombastisches Silvester-Feuerwerk, was genial wirkt durch die dreidimensionale Kulisse mit Meer und Bergen. Wir haben schon Vorbereitungen gesehen, außerdem liefen überall Videos. Auch viele Kreuzfahrtschiffe sind zu Silvester dort und genießen das Feuerwerk. 
  • Mitnehmen würde ich normale Medikamente, die man braucht und nächstes Mal auch Imodium o.ä., mich hatte nämlich etwas erwischt, woher auch immer. Es gibt zwar überall Apotheken, aber wenn man es braucht, kommt man nicht mehr hin. ;-)
  • Essen gehen ist klasse, es gibt einfache und noblere Restaurants, Pizzerias, Hamburgerias, die durch die Bank weg günstiger waren als zuhause. Wir haben gut gegessen. Es gibt wenige internationale Küche, wir waren einmal japanisch essen in Funchal. 
  • Das lokale Bier ist lecker, kein Wunder bei dem vielen Wasser, das es hier gibt. Es heißt Coral und man bekommt es überall. Ein kleines Glas mit 0,2 l kostet am Straßenrand einen Euro. 
  • Wer Lust bekommt zu wandern, die Levada-Touren sind ohne große Steigungen und daher nicht nur für Konditionsstarke, also gute Trekkingschuhe und Klamotten sowie einen kleinen Rucksack mitnehmen.
  • Sonst wirklich unkompliziert, sehr entwickelt, entspannt, wie daheim... ;-)
    Also ideal für einen kurzen Entspannungsurlaub.
Ich werde ergänzen, wenn mir noch etwas einfällt.

Samstag, 26. Dezember 2015

Rückreise

Die Rückreise verlief so unspektakulär, wie man es gerne hat. Das große Taxi holte uns (nach einem kurzen Frühstück und dem Auschecken) wie vereinbart um 07:45 Uhr im Hotel ab, wir waren auch diesmal die einzigen Gäste auf dem Weg zum Flughafen.

Das Wetter sah für heute nicht wirklich gut aus, total neblig und kühl. So fiel der Abschied von der schönen Insel doch nicht allzu schwer.

Flughafen Madeira

Oben der Abflugbereich, man kann sich nach dem Aufgeben des Gepäcks noch ein wenig die Füße vertreten. Das Meer ist nicht weit, hinten lässt sich die Sonne im Nebel erahnen.



Am Flughafen lohnt es sich, möglichst schnell durch die Sicherheitskontrollen in den Abflugbereich zu gehen. Dort gibt es eine Menge Läden, auch eine Wine Lodge von Blandy's für diejenigen, die noch Madeirawein kaufen wollen. Auch Zeitschriften oder Kaffee und Kleinigkeiten zu essen sowie Last Minute Mitbringsel lassen sich kaufen.



Unser Rückflug ging mit Air Berlin. Die paar Meter vom Terminalgebäude zum Flugzeug geht man zu Fuß.



Ich hatte diesmal einen Fensterplatz und habe ein wenig fotografiert. Die Starts und Landungen in Madeira sind ja weltbekannt, der Flughafen bzw. die Landebahn ist eine der gefährlichsten, die Piloten brauchen eine Sondergenehmigung bzw. besondere Schulung dafür. Auf der einen Seite die Berge, auf der anderen das Meer.



Hier kann man im Dunst erkennen (Erinnerung: Fotos werden größer, wenn man drauf klickt!), dass die rechte Hälfte der Landebahn auf Pfosten steht und die Fläche dem Meer abgerungen wurde.



Zu essen und trinken gab's ein wenig mehr als bei Condor auf dem Hinflug. Auch bei Air Berlin kann man aus einer Speisekarte wählen und für weitere Gerichte und Getränke bezahlen. Das hier ist das kostenlose Angebot für 4,5 Stunden Flug. Getränke bekam man nach (ich hatte mir am Flughafen sicherheitshalber eine Flasche Wasser gekauft, die haben wir zusätzlich getrunken).



Unterwegs hatte man gute Ausblicke auf die Regionen, die wir überflogen. Ich erspare Euch die Fotos, aber sie machten Fernweh, die einzelnen Orte und Gegenden zu besuchen; Europa von oben (es ging über Portugal, Spanien, Frankreich und die Schweiz nach München) ist auch im Winter schön und abwechslungsreich.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10-tägige Urlaubsreise nach Madeira. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Freitag, 25. Dezember 2015

Funchal: Weihnachten, Kathedrale Sé

Die Mitternachtsmesse in der Kathedrale heute früh um 0:00 Uhr haben wir verpasst (irgendwie war ich gestern nach dem reichhaltigen Abendessen zu müde, außerdem sei es bei der Messe natürlich auch sehr voll, viele Menschen möchten teilnehmen, sie wird vom Bischof abgehalten und auch im Fernsehen übertragen), aber am heutigen 1. Weihnachtsfeiertag war die Kathedrale geöffnet (sie ist auch sonst oft offen), viele Menschen verbrachten Zeit darin und schauten sich u.a. die Krippe an.

Die Kathedrale Sé ist mitten in Funchal, in der Fußgängerzone, sehr zentral, man kann sie nicht verfehlen.

Kathedrale Sé, Funchal

Von außen sieht sie nicht spektakulär aus, allerdings ist sie doch wichtig und im Innern dann auch beeindruckender. Die Kathedrale von Funchal war nämlich die erste Kathedrale außerhalb des europäischen Kontinents. Sehr früh, nämlich 1493 bis 1514 erbaut, ist das naheliegend.

Sie vereint gotische Elemente mit dem sog. Mudéjarstil, der von der maurischen Bauweise beeinflusst ist und sich in den wenigen erhalten gebliebenen alten Gebäuden Madeiras wiederfindet.

Das Mittelschiff wirkt im Innern größer als von außen. Auch hier besteht die Decke aus Holz, was mir schon in anderen Kirchen der Insel aufgefallen war. Dies gehört auch zum Mudéjarstil.

Kathedrale Sé, Funchal

Wenn man durch geht, kommt man zu einem Außenbereich, an dem mir die Kacheln auffielen, wie so oft auf der Insel. Eine zeigte die Weihnachtsszene, da das zu heute passte, habe ich es fotografiert.

Kathedrale Sé, Funchal

Innen war wie oben geschrieben eine Krippenszene aufgebaut, die gut besucht war. Vor allem Kinder standen lange davor und entdeckten immer wieder neue Details. Viele Früchte waren aufgebaut, bzw. Modelle von Früchten, Granatäpfel, usw.

Weihnachtskrippe in der Kathedrale Sé, FunchalEs war ja innen in der relativ dunklen Kathedrale und ich wollte nicht blitzen, das wäre unpassend gewesen. Daher ein wenig verwackelt...

Hier noch einmal ein Blick von außen auf den Turm, einfach nach oben gehalten.

Kathedrale Sé, Funchal

Man kann erkennen, dass das Wetter schön war, die Sonne kämpfte sich langsam durch die Wolken.

Schönes Weihnachtswetter. :-)












Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10-tägige Urlaubsreise nach Madeira. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Spazigergänge in Funchal

Heute war traumhaftes Weihnachtswetter - ca. 25 Grad, sonnig. Einer der Tage, an denen man draußen liegen und sich sonnen konnte. Also perfekt für Weihnachten, wenn es nach mir geht. :-)

In der Stadt war es heute verhältnismäßig ruhig, die Marktnacht gestern war für viele sicher spät geworden, so dass die den Tag wohl lieber ruhig angehen ließen. Hier ein paar Impressionen:





Wir haben uns mit einem Kollegen getroffen, der zurzeit auch in Madeira ist (beliebtes Reiseziel!) und wollten eigentlich das Universo de Memórias besuchen, das vor ein paar Tagen bereits geschlossen hatte (siehe hier), allerdings waren die Museen heute alle zu.

So sind wir doch wieder im Fort und im Café dort gelandet, beides hatte der Kollege noch nicht gekannt.


Hier ein prachtvolles Haus auf dem Rückweg.


Und am Casino kann ich mich nicht sattsehen...


Hier noch ein paar Impressionen vom abendlichen Spaziergang.



Wir haben es endlich einmal geschafft, im Stadtzentrum gut essen zu gehen. Man konnte zwar draußen sitzen, aber es wurde doch kalt. Wir haben die Gerichte bestellt und gegessen, die für Madeira laut sämtlichen Reiseführern am typischsten sind: Espada, der schwarze Degenfisch aus den Tiefen des Atlantik mit Bananen (hier auf dem Foto) und als zweites Espetada, Fleisch, das mit Lorbeerblättern, Salz und Knoblauch gewürzt und auf Spießen über Holzkohlefeuer gegrillt wird.


Dazu hatten wir einen Rotwein aus Madeira. Neben dem typischen Madeirawein gibt es auch normale Tischweine aus den lokalen Trauben.


Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10-tägige Urlaubsreise nach Madeira. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Rundfahrt Madeira Richtung Nordosten: Pico do Arieiro, Porto da Cruz, Ponta de São Lourenço und Marktnacht

Baustelle - Hier kommt noch was!


Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10-tägige Urlaubsreise nach Madeira. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Rundfahrt Madeira Richtung Nordwesten: Encumeada Pass, Vulkangrotten in São Vicente, Porto Moniz, Paúl da Serra

Heute ging es mir ein wenig besser, so dass wir beim Frühstück beschlossen haben, an der Rezeption einmal nach einem Mietwagen zu fragen. Alles kein Problem, die Dame führte ein Telefonat und in 30 Minuten könnten wir unser Auto abholen, Führerschein mitbringen, fertig.

Hier ein Foto eines der ersten Aussichtspunkte auf der Strecke:

Aussichtspunkt auf Madeira

Aber von Anfang an: Der Mietwagen sollte 50,- Euro pro Tag kosten, ein zweiter Fahrer 10,- Euro mehr, aber da ich eh nicht ganz so fit war, ließen wir es bei einem Fahrer, meinem Mann. Ich hatte nicht gefragt, was für ein Auto es war, wir ließen uns überraschen. Es war dann ein Renault Clio, der bei Steigungen ganz schön zu kämpfen hatte. Wir haben viele Autos der Marke gesehen, gerade bei Mietwagenfirmen scheinen sie auf der Insel sehr verbreitet zu sein.

Das Auto hatte einige Kratzer, ich habe sie sicherheitshalber fotografiert, aber die nette Dame, die uns das Auto überreichte, meinte, sie kenne sie alle und das sei kein Problem. War es auch nicht. Das tickt also ähnlich locker wie in USA, nicht wie in Deutschland, wo man jeden einzelnen Kratzer auf Skizzen einzeichnen und dokumentieren muss...

Mietwägen auf Madeira
Der Tank war zu einem Viertel voll und sollte auch so wieder abgegeben werden. Wir haben als erstes an der Tankstelle oben an der Straße für 30,- Euro getankt, das Benzin war ca. 15 Cent pro Liter teurer als in Deutschland. Das reichte uns für die zwei Tage (wir hatten erst einen Tag geplant, dann aber verlängert).

Schnellstraße auf MadeiraAls erstes sind wir, ähnlich wie im Reiseführer beschrieben, auf der Schnellstraße in Richtung Ribeira Brava und von dort auf einer kleineren, aber ebenfalls gut ausgebauten Straße in Richtung São Vicente, wobei wir dem Abzweig zum Encumeada-Pass gefolgt sind. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, die teils mit Ruhebänken versehen sind. Die Ausblicke sind grandios!

In der Nähe des Passes sind wir ausgestiegen und haben uns umgeschaut. Der weitere Straßenverlauf (ich denke, der richtige Pass käme erst noch) in Richtung Paúl da Serra ist seit letzten Sommer gesperrt.

Encumeada-Pass auf MadeiraNahe der Straßenkreuzung gibt es einen Parkplatz sowie einen Souvenirshop mit Café und ein paar Treppen bergab, die wir abgestiegen sind. Dort stießen wir auf einen der vielen Wanderwege, die an Levadas entlang gehen. Gut ausgeschildert weiß ich jetzt, dass es Weg PR 17 ist, insg. 14 km lang, wir sind quasi am Ende der Route eingestiegen.

Levadawanderung auf Madeira; Levada

Levadas sind künstliche Wasserläufe, mit denen Wasser aus den niederschlagsreicheren Gebieten im Norden und im bergigen Zentrum Madeiras zu den landwirtschaftlichen Anbaugebieten im Süden geleitet wird. Sie wurden ursprünglich von Sklaven angelegt, aber dann in der Mitte des 20. Jahrhundert deutlich erweitert. Ich hatte vor unserer Abreise einen Bericht auf ARTE darüber gesehen und war schwer beeindruckt. Es ist enorm, mit welchem Aufwand und welcher Arbeitskraft diese kleinen Kanäle angelegt wurden. Sie werden weiter gepflegt, wir sahen heute einen Trupp Männer, die damit beschäftigt waren, Laub aus den Gräben zu fischen und den Weg mit frischer Erde aufzufüllen und zu begradigen.

Die Steigungen auf den sie flankierenden Wegen sind daher minimal. Neben Levada-Touren gibt es natürlich auch andere Wanderwege, teils im Gebirge. Man kann sich vorab und immer aktuell hier über die gut ausgeschilderten Touren informieren.

Wir sind einfach eine Zeitlang entlang der Levada marschiert und haben die bombastische Aussicht und das Wandern inmitten der Natur genossen. Ist das nicht ein Traum?


Zwischendrin habe ich mich daran erfreut, was im Dezember auf dieser Blumeninsel alles noch so blüht. Wahnsinn!


Irgendwann sind wir dann zurück zum Auto und weiter nach Norden gefahren. Bevor man nach São Vicente kommt, sind wir einem Abzweig gefolgt, der "Grutas", Grotten hieß. Grutas e Centro do Vulcanismo, vulkanische Grotten samt Zentrum bzw. Museum über Vulkane. Sehenswert.

Grutas e Centro do Vulcanismo; Vulkangrotten auf MadeiraDer Eintritt beträgt für Erwachsene 8,- Euro, darin ist eine Führung durch die Grotten und das Museum in Portugiesisch und Englisch dabei. Man sollte stabile Schuhe und möglichst einen Anorak o.ä. tragen, da es in den Vulkanröhren von der Decke tropft und die Wege teils nass sind.

Grotten in São VicenteDie Grotten sind keine Tropfsteinhöhlen o.ä., sondern Vulkanröhren, die ca. eine halbe Million Jahre alt sind. Madeira entstand ja durch Vulkanausbrüche und nachdem die Lava auf der Oberfläche bereits abkühlte, floss im Innern weiter heißes Magma ab, das dieses Röhrensystem bildete.

Grotten in São Vicente, MadeiraEigentlich wären die Röhren nicht ganz so hoch, dass man darin herumlaufen könnte, sie wurden also vergrößert und man wird eine halbe Stunde lang durch die teils schön ausgeleuchteten Grotten geführt. Das ist sehr beeindruckend. Man darf auch hinfassen, da es sich ja um Lava und nicht um langsam wachsende Stalaktiten handelt. Also auch für Kinder klasse.

Grotten in São Vicente, MadeiraDanach (zum Teil ist die Reihenfolge andersrum) kamen wir in das Museum und bekamen einen zehnminütigen wirklich interessanten Film gezeigt, der über die Entstehung von Madeira und Porto Santo (was deutlich älter als Madeira ist) sowie vulkanische Aktivitäten überhaupt und im Atlantik im besonderen informierte. Als nächstes kam man virtuell ins Innere des Vulkans, dafür gibt es eine Art Aufzug, es ruckelt, Filme fahren an der Wand ab, so dass man das Gefühl hat, ins Erdinnere zu fahren. Später gibt es noch einen kleinen 3-D-Film. Das Museum ist größer, man kann es nach der Führung besuchen. Da das Wetter so schön war und wir noch einiges weiteres von der Insel sehen wollten, haben wir das dann aufs nächste Mal verschoben.

Park nahe der Grotten, São VicenteDie ganze Anlage ist schön gemacht, mit vielen Pflanzen. Empfehlenswert!

Uns zog es weiter an die Nordküste. São Vicente haben wir links liegen gelassen und uns in Richtung Westen der Küste entlang orientiert. Wir haben einige Male angehalten, u.a. im kleinen Örtchen Seixal.

Seixal, MadeiraDie Nordküste ist schroffer als wir es vom Süden her kannten, schnell schattig logischerweise, teils felsig, teils schwarze Steine als Art Strand am Wasser.

Nordküste von Madeira
Das, was von Ferne aussieht wie feiner schwarzer Sand, entpuppt sich dann doch als ganz feine Steine.

Schwarzer Sandstrand auf Madeira, Nordküste
Man findet ständig traumhafte Ausblicke, aufs Meer, auf die Berge, wohin das Auge schaut.

Nordküste von Madeira

Vor einigen Jahren konnte man noch zwischen zwei Straßen wählen, es die alte Küstenstraße und die neue, die durch viele Tunnel fährt. Inzwischen ist die alte malerische Küstenstraße gesperrt, wohl wegen Steinschlag, d.h. man kommt schnell voran, sieht allerdings zwischendurch oft nur das Innere vieler Tunnel. Umso schöner ist es dann, wenn man wieder an die Küste kommt. Es gibt immer die Möglichkeit, auf einen der Parkplätze zu fahren oder in einen Ort, um sich umzuschauen.

Wir kamen dann in Porto Moniz an, dem nordwestlichsten Ort Madeiras. Porto Moniz war früher wohl ein verschlafener Fischerort, der häufig von Piraten heimgesucht wurde. So zogen die Bewohner höher in die Berge. wo es ein Ortszentrum gibt. Inzwischen wohnt man glaube ich auch am Meer einigermaßen sicher, auch Urlauber sind dort zu finden. Wir haben geparkt (am Straßenrand, es gab Parkautomaten, an denen man sich Tickets ziehen konnte) und sind losgeschlendert.

Porto Moniz, MadeiraBei der Herfahrt fiel uns bereits ein Hubschrauberlandeplatz auf, wahrscheinlich ist dies der schnellste Weg ins Krankenhaus, falls man da mal hin muss. Daneben ist ein kleiner Hafen mit Fischerbooten, da war Betrieb. Daneben gibt es eine kleine Festung, die heute das Aquário da Madeira beherbergt, in dem die Meereswelt um Madeira gezeigt wird, Pflanzen, Fische. Sicherlich sehenswert, auch für Kinder (wir sahen jedenfalls begeisterte Kinder rauskommen, sie erzählten was von Haien und Mantas in einem großen Aquarium).

Porto Moniz, MadeiraEin Leuchtturm ist zu sehen, ganz am Ende, und Felsen. Schön daneben sind in die Felsen eingebaute Schwimmbecken, in denen einige Menschen geschwommen sind. Das Meerwasser schwappt immer wieder in die Becken, so dass jederzeit frisches Wasser drin ist. Die Anlage sieht sehr schön aus und war nicht sonderlich voll.

Uns zog der Hunger ins Bistro, man konnte draußen sitzen und mein Magen war stabil für etwas Suppe und ein Brathähnchen mit Gemüse. Das Essen kam schnell und war wirklich gut.

Mittagessen in Porto Moniz, MadeiraDanach sind wir mit dem Auto weiter zu den Piscinas Naturais Porto Moniz, weiteren Meeres-Schwimmbecken, die allerdings geschlossen waren. Statt Auto zu fahren kann man auch alles ablaufen, es gibt eine Uferpromenade. In Porto Moniz gibt es auch touristische Infrastruktur, weitere Restaurants, Läden, usw. Es sieht alles sehr gemütlich und einladend ein.

Leider wurde es langsam spät und wir wollten noch bei Tageslicht auf die Anhöhe.

Blick auf Porto Moniz, Madeira

Wir sind also weiter die kurvenreiche Straße (mit Haltebuchten, um zu fotografieren oder die Aussicht zu genießen) hinauf auf die Hochebene Richtung Paúl da Serra gefahren. Das ist ein 1.600 m hoch gelegenes Hochplateau, also ein Höhenunterschied von 1.600 m, das darf man nicht unterschätzen. Unterwegs waren viele Wohnhäuser, interessant auch, das normale Leben der Bewohner ein wenig mitzukriegen. Teils sehr schön angelegte und gepflegte Gärten. Irre, was hier alles wächst.

Oben auf der Anhöhe ist schlagartig eine andere Stimmung; statt Meer und Küste und quirliges Leben ist man inmitten von Weiden, auf denen Kühe grasen. Büsche, kleine Wege, Zäune. Landwirtschaftlich genutzte Fläche.



Es kann auch passieren, dass ein paar Kühe die Fahrbahn versperren, man sollte also vorsichtig fahren. Wir mussten einmal auf die Gegenfahrbahn ausweichen, was kein Problem war, da niemand entgegen kam.



Wir sind weiter gefahren Richtung Rabaçal, das wir aber wegen des Nebels fast verpasst haben. Erst später habe ich im Reiseführer nachgelesen, dass es wohl dort war; Schilder hatten wir keine gesehen, nur einige Autos am Parkplatz.

Hochebene Paúl da Serra, MadeiraRabaçal ist erkennbar an einem großen Parkplatz (den wir gesehen haben, wir sind auch ausgestiegen) an der Straße. Von hier gehen einige der klassischen Levada-Wanderungen auf Madeira los, allerdings war es dafür schon zu spät und zu neblig.

Rabaçal ist aufgrund seiner unberührten Natur und den dort möglichen Wanderungen so beliebt, es ist ein Naturschutzgebiet. Der in Madeira fast einmalige Lorbeer-Urwald, der auch zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, ist von dort schön zu erlaufen.

Rabaçal - der Parkplatz, Ausgangspunkt für Wanderungen in die Lorbeerwälder Madeiras; UNESCO Weltnaturerbe


Es lohnt sich wohl, hier mindestens einen Tag zu verbringen (nächstes Mal...), man geht oder fährt mit einem Pendelbus in eine Schlucht, dort sind die Lorbeer-Bäume und der Urwald mit viel Wasser überall, alles trotzdem leicht zu erwandern ohne große Steigungen und gut beschildert.

Wie man sieht, war es auf der Hochebene klar, aber die Täler lagen im Nebel. Wir konnten außer dem Nebel nichts erkennen.





Bei dem Nebel kam ein Spaziergang also für uns nicht in Frage, wir sind daher auf der Hochebene geblieben und weiter gefahren, bis die Straße nicht mehr weiter ging. Sie ist gut vorgewarnt gesperrt, das hatten wir am Morgen ja schon einmal gesehen. Vor der Straßensperre sind Parkplätze und davor noch weitere Haltemöglichkeiten, außerdem war kaum etwas los, so dass wir ausgestiegen sind und in der Nähe von Windmühlen (für die Stromerzeugung, irgendwo muss ja der Strom auf Madeira her kommen und Wasserkraft reicht nicht aus) ein wenig durchs Gelände marschiert sind.

Blick aufs Zentralgebirge Madeiras

Absolut begeisternd fand ich den Blick aufs Zentralgebirge Madeiras, der jetzt kurz vor Sonnenuntergang (das Foto habe ich um 17:40 Uhr geschossen) und mit dem Nebel in den Tälern malerisch war. Ich konnte mich kaum sattsehen.

Hier noch rangezoomt mit Büschen vornedran, die waren auf der Ebene Paúl da Serra, auf der wir uns befanden. Zwischendrin wäre der Encumeada-Pass, der allerdings zurzeit nicht mit dem Auto befahrbar ist.

Blick aufs Zentralgebirge Madeiras und den Encumeada-Pass

Nachdem wir uns sattgesehen haben und anfingen zu frieren (es wird dann schnell kalt, also Jacken mitnehmen!), sind wir zurück bis zur nächsten Straßenkreuzung (wir hatten uns in einer Sackgasse befunden) und sind Richtung Süden Richtung Meer abgebogen. Auch hier war Nebel statt Meer zu sehen. Traumhaft.


Es geht dann auf einer kurvenreichen Strecke durch Wälder zurück. Ab und zu hoppelten kleine Hasen oder Kaninchen über die Straße, also auch hier vorsichtig fahren. Ein erstes Restaurant war auf der Strecke, dort gab es gegrillte Spieße u.ä., allerdings hatten wir keinen Hunger.

Wenn man weiter unten in Küstennähe ist und wieder auf größeren Straßen, wird es plötzlich wieder belebter: Häuser, viele Straßen, Autos, Menschen.

Wir sind einige Kilometer Richtung Funchal gefahren (alles gut ausgeschildert) und dann einem Auto gefolgt, das bergab fuhr, weil wir hofften, so in eines der kleinen Städtchen mit Hafen zu kommen. Sonst kann es auch mal passieren, dass man in sehr enge Straßen kommt, und Wenden und Bergauf-Fahren macht nach einem so anstrengenden Tag nicht mehr wirklich Spaß. Es hat geklappt, wir kamen in einen Ort, den wir nicht kannten und sind Richtung Wasser gefahren, haben geparkt und uns ein wenig umgesehen.



Irgendwann sahen wir ein Schild, wir befanden uns in Ponta do Sol. Der "Sonnenpunkt" ist ein hübsches ruhiges Dorf am Ende einer Schlucht und mit schönen Häusern sowie Bananenplantagen sowie der weihnachtlichen Beleuchtung wirklich malerisch. Es ist wohl einer der sonnigsten Punkte Madeiras und es gibt einige Hotels und auch Cafés und Restaurants; man konnte noch draußen sitzen. Unten am Wasser ist es dann doch deutlich wärmer als im Gebirge, logisch.

Von dort sind wir wieder zurück nach Funchal, voller neuer Eindrücke und schwer begeistert von dem, was wir an einem einzigen Tag alles gesehen hatten.

Fazit der Mietwagen-Tour auf Madeira: 


Genial! Die Insel ist so einfach zu befahren, die Landschaft, das Meer, die Orte, die Menschen - alles traumhaft schön und sehenswert. So schafft man es, mit überschaubaren Kosten und viel persönlicher Freiheit an einem einzigen Tag schon einen guten Einblick zu bekommen.

Daneben gibt es natürlich eine Menge organisierte Touren, ob mit Bus, Kleinbus oder Jeep, außerdem hat Madeira ein Busnetz. Wir verweilen lieber dort, wo es uns gerade gefällt und eine Tour mit dem Mietwagen ermöglicht diese Flexibilität, war also für uns dieses Mal die richtige Wahl.

Das hier war unsere heutige Tour, so ungefähr nachgefahren mit Google Maps.

Rundtour in den Nordwesten von Madeira

Tipps zum Thema Mietwagen auf Madeira:


  • Man kann natürlich auch schon ab Deutschland aus ein Auto mieten, entweder bei einem internationalen Vermieter, über eine Ferienmietwagenagentur (hier der Link zur entsprechenden Seite meines virtuellen Reisebüros) oder bei einer lokalen Agentur in Madeira, die man übers Internet recherchieren kann. 
  • Wer für die ganze Urlaubszeit einen Wagen nimmt, kommt evtl. billiger; wenn man viel fahren will, lohnt sich das. Man sollte dabei die Parkgebühren im Hotel mit berücksichtigen (im Pestana Casino Park kostete das Parken 3,- Euro pro Tag, es gibt massig Parkplätze, auch im Casino nebenan). Es bietet sich dann an, sich das Fahrzeug zum Flughafen kommen zu lassen, so spart man sich den Transfer zum Hotel. 
  • Die Autofahrer sind überhaupt nicht aggressiv, sondern sehr höflich, entspannt und zuvorkommend. Man hält an Zebrastreifen und fährt rücksichtsvoll. 
  • Die einzige Schwierigkeit sind die Steigungen. Die Insel besteht aus Bergen und Anfahren am Berg im 1. Gang sollte gut sitzen! 
  • Die Straßen sind gut ausgebaut und wirklich gut beschildert, so dass man kein Navigationsgerät braucht. Ich hatte meins aus Deutschland mitgebracht, das allerdings in Funchal gegen Einbahnstraßen gefahren wäre und auch sonst nicht alle Orte kannte oder Umwege fuhr. Das braucht es also wirklich nicht. Wenn man sich einmal verfahren sollte, erwischt man im Normalfall eine schöne Route und landet irgendwann dort, wo man hin wollte. Die Entfernungen sind nicht groß. 
  • Wir hatten keine Landkarte; die Karte im Reiseführer sowie die Straßenschilder reichten völlig aus. 
  • Warme Klamotten oder auch Regenjacken mitnehmen. Im Gebirge wird es kalt, abends ebenso. Und wer gerne badet, packt Handtücher und Badeklamotten mit ein, das hatten wir nicht erwartet und hatten nichts mit, dabei wäre ich in Porto Moniz gerne ins Wasser. (Möglichkeiten zum Nacktbaden haben wir keine gesehen.)
Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10-tägige Urlaubsreise nach Madeira. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

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