Donnerstag, 12. Juli 2007

1 Woche Spanien

Kurzfristig Sonne gebucht, ein Komplett-Package "Flug-Hotel-Mietwagen" mit Golfgepäck, Andalusien, Costa del Sol.

Gedacht als erholsamer Kurzurlaub, um dem schlechten Wetter in Deutschland zu entfliehen und um an der "Costa del Golf" ein wenig zu golfen.

Zur Nachahmung empfohlen! :-)



Hier die Links zu den einzelnen Tagen unserer Andalusien-Golfreise:


Ideen für Nachahmer und fürs nächste Mal:
  • Wenn man mehr Zeit hat oder weniger Ruhe braucht, lohnen sich sicherlich die Highlights Andalusiens: Sevilla, Granada, Córdoba, die weißen Dörfer, Gibraltar.
  • Landkarten sollte man sich vor der Abreise besorgen, wir haben vor Ort keine brauchbaren gefunden.
  • Sonst war alles sehr unkompliziert, touristisch gut erschlossen eben... Die Supermärkte sind gut sortiert, Tanken ist preiswert, die Menschen, die uns begegneten, waren sehr nett und hilfsbereit. Wir kamen mit Englisch und unserem rudimentärem Spanisch klar.
  • Golfen war problemlos auch ohne Handicap möglich! Man hört sonst immer von Hcp 28 oder 36 als Grenze, wir haben davon nichts gemerkt; entscheidend war das Winken mit der Kreditkarte... Ob das nur Glück war und in der kühleren Hauptsaison auch so ist, weiß ich natürlich nicht.
Durch den Aufbau des Blogs kommen die Einträge nachfolgend in umgekehrter Reihenfolge. Wem das nicht gefällt: Einfach der Reihe nach die obigen Links anklicken. :-)

Mittwoch, 11. Juli 2007

Ronda und Rückflug

Wegen mir hätte der Urlaub ja noch 3 Wochen länger gehen können...

Leider hieß es heute auschecken, abends war der Rückflug angesagt und zuvor wollten wir uns noch Ronda anschauen. Ronda ist ein reizvolles, aber völlig überlaufenes Städtchen etwas weiter im Hinterland. Die Straßen von der Küste über die Berglandschaft nach Ronda boten schöne Ausblicke.

Ronda selbst ist bekannt als Zentrum des spanischen Stierkampfs und beherbergte Schmuggler und bandoleros, bei der langwierigen Parkplatzsuche wurden wir ein wenig daran erinnert...

Die Lage von Ronda ist natürlich wirklich grandios, Rilke formulierte etwas von einer "auf zwei Felsmassen hinaufgehäufelten Stadt" und hielt sich 1913 hier auf. Damals war Ronda sicherlich malerischer als heute, obwohl man natürlich auch jetzt ruhigere Plätzchen und sehr schöne Ecken finden kann.

Wir haben uns noch einmal eine gute Portion Sonne gegönnt, indem wir in der Mittagshitze durch die Gässchen gewandelt und auf den Resten der Stadtmauer herumgeturnt sind.

Gut gefallen hat mir der Adelspalast Casa del Rey Moro. Er befindet sich über einer arabischen Militärkonstruktion, die im 14. Jh. angelegt wurde, um die Wasserversorgung der Stadt zu sichern: Es sind unterirdische Räume und eine in Felsen geschlagene Treppe, die zum Grund der tiefen Schlucht führt und die man hinabsteigen kann. Vom Wieder-Hinaufsteigen kann man sich oben in schön angelegten Gärten erholen.

Schön war auch die Fahrt von Ronda nach Málaga, die Berglandschaft, die Naturparks, die kleinen Dörfer, die näher in Richtung Meer ihren Charakter verändern, und schließlich ein Ort, den wir mangels geeignetem Kartenmaterial ich glaube 5 mal um- und durchfuhren, sooo schön war er dann doch nicht: Alhaurín el Grande.

Wir haben es dennoch rechtzeitig zum Flughafen geschafft, das Auto abgegeben und unser schweres Golfgepäck gut eingecheckt... Der Flughafen entpuppte sich als sehr modern und angenehm, mit vielen Läden, in denen man gemütlich etwas trinken oder noch letzte Einkäufe tätigen kann.

Der Rückflug lief dann ohne besondere Vorkommnisse und mit dem festen Vorsatz, bald wieder einmal an die Costa del Sol zu fliegen.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere Reise nach Andalusien im Sommer 2007. Eckdaten, Details dazu und Links zu den anderen Reisetagen finden sich hier.

Dienstag, 10. Juli 2007

Golf und Strand, Gourmets

Der heutige Tag war eigentlich ähnlich wie der gestrige... Erst zum Golfplatz, dann zum Strand. :-)

Wir haben 18 Loch gespielt, den New Course, Par 72 (der sei einfacher zu spielen, war so spontan noch frei und zudem einiges billiger als der Old Course), sehr schön und trotz Cart anstrengend in der Hitze.

Ich beim Abschlag am New Course, Atalaya Golf Club Estepona - Marbella, Atalaya Golf & Country Club International
Danach sind wir wieder an den Strand, um etwas auszuruhen und im wunderbaren Meerwasser zu baden.

Abends gab's dann ein kulinarisches Highlight: Wir sind spontan und mit Salz vom Meerwasser in den Haaren nach Marbella und haben uns ein Degustationsmenü im Restaurant Messina gegönnt.

Chef ist Mauricio Giovanini, ein Argentinier, der für seine Experimentierfreudigkeit bekannt ist, das Essen geht in Richtung Molekularküche. Der Mann fabriziert z.B. ein Bier, bei dem der Schaum unten ist oder künstliche Trauben, die mit Malbec-Wein gefüllt sind. Klasse war auch der "palate cleaner", ein leichtes Gurken-Sorbet mit Wassermelonen-Mousse. Klick auf die Speisekarte links öffnet sie größer, zum Lesen.

Die Kamera hatte ich leider nicht mit; das Essen sah wirklich köstlich aus und schmeckte auch fantastisch. Abgerundet wurde der schöne Abend durch den liebenswürdigen und aufmerksamen Service und das angenehme Ambiente.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere Reise nach Andalusien im Sommer 2007. Eckdaten, Details dazu und Links zu den anderen Reisetagen finden sich hier.

Montag, 9. Juli 2007

Driving Range und Strand bei Marbella

Wir mussten dringend Abschläge üben... Heute sind wir deshalb zum Atalaya Golf & Country Club, der zwei 18-Loch-Plätze und eine Driving Range hat.

Andalusien - Driving Range Atalaya Golf & Country Club

Interessant ist, dass man für die Nutzung der Driving Range nichts bezahlt, man kauft nur die Bälle. Ein paar Fundbälle zum Spielen haben wir auch gleich gekauft, der Schwund in den letzten Tagen war doch enorm... ;-)

Nach dem Üben sind wir an Marbella vorbei an der Küste entlang gefahren und haben uns einen schönen Strand gesucht. Wir sind in Cabopino gelandet.

Andalusien - Strand von Cabopino nahe Marbella

Die Küste, der Strand und das Meer waren phantastisch.

Nach dem Sport hatten wir Hunger und waren positiv überrascht, im Strandrestaurant hervorragendes frisches Essen serviert zu bekommen.

Andalusien - Essen im Strandrestaurant in Cabopino nahe Marbella

Wir hatten frische frittierte Meeresbewohner, dazu einen Salat. Es war sehr sehr lecker. :-)


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Sonntag, 8. Juli 2007

Málaga

Fahrt auf der Autobahn nach Málaga. Die Stadt ist historisch und architektonisch interessant und hat uns sehr gut gefallen.

Málaga ist eine der ältesten Städte Europa, vor über 2700 Jahren existierte hier eine phönizische Siedlung. Prägend war sicherlich die Zeit der maurischen Herrschaft, die beeindruckende Burganlage entstand damals. Heute ist Málaga eine lebhafte Hafen-, Handels- und Universitätsstadt.

Wir sind als erstes etwas durch das Stadtzentrum geschlendert und haben dann das Museo Picasso besichtigt, das in einem schönen typischen Palacio gelegen einen guten Eindruck über das Werk Pablo Picassos bietet.

Gut gefallen hat uns auch die Alcazaba mit ihren Innenhöfen und Gärten, die maurische Burg ist beeindruckend.
























Von der Festung aus hat man einen guten Ausblick auf die Stadt, die Stierkampfarena und den Hafen. Sie liegt auf einem Berghang, darüber ist das Castillo del Gibralfaro zu sehen, zwischen den beiden Sehenswürdigkeiten gibt es allerdings keinen Durchgang.

Wir blieben in der Alcazaba, bis sie ihre Pforten schloss. Beeindruckend sind die Wege, die sich durch Mauern hindurch bergauf winden, schön auch die Residenz und vor allem die Innenhöfe mit Brunnen und Teichen. Die Räume der Residenz und die Innenhöfe haben mich ein bisschen an Indien erinnert...

Dann war weiter Stadtbesichtigung angesagt, wir sind durch die Altstadt gebummelt, waren am Hafen, haben eine überdachte Shoppingmeile gesehen und viele Häuser bewundert. Mit einem Wahnsinns-Aufwand werden viele alte Gebäude in Málaga restauriert. Die EU finanziert angeblich kräftig mit. Stehen bleiben nur die Fassaden, alles dahinter wird neu gemacht. Gegen Abend haben wir uns eine Tapas Bar gesucht, die einen guten Eindruck machte, weil sie so gut besucht war und eine große Auswahl hatte, mir schmeckte es allerdings weniger.

Versöhnt wurde ich am späteren Abend durch einen leckeren Espresso auf einem Platz neben der Kathedrale - das Ambiente war ein Traum!


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Samstag, 7. Juli 2007

Strandspaziergang, Golf-Kurzlochplatz

Heute sind wir an die Küste direkt in der Nähe des Hotels (das Meer ist aber so weit, dass man besser mit dem Auto fährt) und haben dort einen langen Strandspaziergang gemacht.

Mittelmeer und Strand in Andalusien - Strandspaziergang nahe Estepona

Für 16 Uhr hatten wir unsere Teetime in einem 9-Loch-Kurzlochplatz in der Nähe des Hotels gebucht. Der La Resina Golf & Country Club war beeindruckend.


Golfen in Andalusien - La Resina Golf & Country Club

Nach einem kleinen Sandwich und frisch gepresstem Orangensaft im Clubhaus ging es los. Wir waren die einzigen und hatten den ganzen, sehr gut gepflegten Platz für uns alleine!

Der Platz ist sehr dreidimensional angelegt, es geht über Berg und Tal, häufig sind die Abschläge oben und das Green ist tiefer gelegen.

Golfen in Andalusien - La Resina Golf & Country Club

Für Anfänger wie uns ein perfekter und zudem preiswerter Platz!


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Freitag, 6. Juli 2007

Estepona

Heute war Orientierung und Entspannung angesagt - Ausflug zum Supermarkt mit gemütlichem Einkauf spanischer Spezialitäten, Relaxen im Hotel: Pool, Sonnenbaden, Lesen.

Gegen Abend sind wir nach Estepona gefahren, das etwas südlich liegt. Wir haben in der Nähe des Hafens geparkt, dort war sehr viel los, ein richtiger Rummel.

Wir sind die palmengesäumte Meerespromenade entlang marschiert und haben dann eher durch Zufall einen malerischen Ortskern gefunden.



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Donnerstag, 5. Juli 2007

Geburtstag, Golf, Benahavís

Morgens ausgeschlafen und dann das Frühstücksbuffet im Hotel getestet - annehmbar für 8 € pro Person. Die Tage danach haben wir uns allerdings selbst verpflegt, Kaffee gekocht und leckere Einkäufe verspeist oder unterwegs etwas gegessen. Ein gut sortierter Supermarkt ist in der Nähe.

Nach dem Frühstück Hotelrundgang. Wir hatten das Caledonia Golf Resort & Spa gebucht. Die Hotelanlage ist mediterran, modern und großzügig und hat uns gut gefallen. Im Bild hinten rechts kann man das Meer erahnen. Um das Wetter zu genießen und uns etwas an die Sonne zu gewöhnen, haben wir uns erst mal an den Pool gelegt und uns gesonnt und etwas gebadet.

Andalusien - Caledonia Golf Resort & Spa

Das Hotel nennt sich Golfhotel, eines der Fotos zeigt einen Cart und einen Golfplatz neben dem Hotel - eine Wiese ist zwar wie ein kleiner Golfplatz geschnitten mit 3 Greens, aber wir haben keinen Golfplatz gesehen. An der Rezeption kann man Teetimes für Golfplätze in der Region buchen, allerdings denke ich, dass selten jemand davon Gebrauch macht - wir wurden gefragt, was das Wort "Handicap" denn bedeute... - auch okay. Damit (bzw. mit dem nicht wirklich vorhandenen) hatten wir während des ganzen Urlaubs kein Problem.

Golfen in Andalusien - Flamingos Golf Club

Nachmittags sind wir zum nahegelegenen Flamingos Golf Club gefahren und haben dort 9 Löcher gespielt. Zum Einspielen und als Geburtstags-Platz optimal.

Eigentlich ein angenehmer Platz, schönes Ambiente, wenig los, Blick aufs Meer in der Ferne, am Horizont sieht man glaube ich Afrika. Auf der anderen Seite ist der Platz umgeben von Baustellen, aber das sollte uns in jener Woche noch häufiger auffallen...

Golfen in Andalusien - Flamingos Golf Club

Nach dem Golfen sind wir die Berge hoch nach Benahavís gefahren. Der Ort liegt etwas im Hinterland und ist ganz nett zum Bummeln mit kleinen steilen Gassen und vielen Restaurants.

Wir entschieden uns für ein einfaches Restaurant im Freien, das gut besucht war. Wir bekamen ein perfektes Geburtstagsessen mit Avocado und Shrimps sowie Gazpacho als Vorspeisen und ich glaube Seezunge mit Champagnersauce und gegrilltem Schwertfisch als Hautpspeisen.

Abendessen in Benahavís

Sehr frisch und lecker alles, aber doch nach einem so anstrengenden Tag zu viel... Große Teile des Fischs wurden daher an diverse Katzen verfüttert! :-)


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Mittwoch, 4. Juli 2007

Anreise

Weniger als 2 Tage vor Abflug über l'tur (problemlos) ein komplettes Paket mit Flug, Unterkunft und Mietwagen gebucht. Die Fahrt zum Flughafen Nürnberg hat uns noch einmal darin bestärkt, dass die Entscheidung richtig war, für ein paar Tage von hier zu verschwinden: Wolkenbruch mit Hagel, außerdem war es kalt. Wirklich kein Geburtstagswetter.

Abflug ab Nürnberg im Regen - Flughafen Nürnberg

Der Flug mit Air-Berlin von Nürnberg nach Málaga war angenehm, die Maschine relativ leer, es gab etwas zu trinken und ein Sandwich, gegen Bezahlung ein thailändisch angehauchtes Curry-Gericht, das sogar recht gut schmeckte.

Nach etwas Suchen am Flughafen von Málaga haben wir dann die Angestellte des Mietwagenanbieters Marbesol gefunden und unser Auto in Empfang genommen: Ein 4-türiger Smart, in den unsere 2 Koffer und die 2 Golfbags gerade so reinpassten... :-)

Draußen merkte man sofort den Unterschied: Auch abends war noch wunderbar warm und es roch so schön nach Spanien, nach Urlaub, nach Wärme. Wir sind über Torremolinos und dann über die Autobahn an Marbella vorbei zu unserem Hotel gefahren, haben dort eingecheckt und einen Parkplatz gesucht. Das Hotel hat relativ wenig eigene Parkplätze. Die nächsten Abende haben wir meist am Straßenrand geparkt.

Die Apartments im Hotel Caledonia Golf Resort & Spa sind geräumig und recht schön (mehr die nächsten Tage). Der geübte Immobilien-Fachmann findet natürlich sofort einige Punkte, die mehr Schein als Sein sind, aber zum Glück werden die Hotels nicht nach deutschen Qualitätsansprüchen gemessen. ;-) Das Wohnzimmerfenster lässt sich z.B. nicht schließen, so dass vom offenen Hotelgang her jeder einsteigen könnte; es dauerte 2 Tage, bis dies behoben war. Aber davon abgesehen war es wirklich schön.

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