Samstag, 28. Februar 2009

Grand Cayman

Ankunft sollte um 7 Uhr sein, ab 6:15 war die Insel schon so nahe, dass es sich lohnte, aufzustehen und das Einlaufen des Schiffs bei Sonnenaufgang zu beobachten.

Sonnenaufgang vor Grand CaymanBei einem leichten Frühstück im Freien haben wir den Ausblick auf George Town, die Hauptstadt von Grand Cayman, genossen. Weiter links hatte man einen Ausblick auf den langen bekannten Strand. Die Insel ist ja nicht so groß.

Mit dem Helikopter über Grand Cayman 


Wir hatten einen Hubschrauberrundflug gebucht, um einen Überblick über die Insel zu bekommen und wollten danach gemütlich am Strand entspannen.

Hubschrauber auf Grand CaymanTreff war um 7:45 im Coral Theatre, dort haben die Verantwortlichen leider etwas getrödelt: Bis wir in Deck 2 waren, war der Tender schon weg, 15 Minuten Schlangestehen im Treppenhaus war die Folge, sowie etwas genervte Tourguides des Ausflugsveranstalters, weil wir erst 20 Minuten nach Beginn unserer Tour auf der Insel ankamen - dadurch verschoben sich alle Helikopterflüge entsprechend. Das sei mit unserer Rederei aber oft so…

Barbara im Hubschrauber auf Grand CaymanWir waren der erste Flug, mit uns waren nur noch 2 Engländer dabei. Ich durfte vorne sitzen. :-)

Der Helikopterflug war faszinierend!!!

Es ist ein ganz anderes Fluggefühl, weil man senkrecht nach oben kann, ohne diese typischen Flugzeugstarts.

Außerdem ist man mit dem Fluggerät total flexibel - der französische Pilot war lustig drauf und hat wilde Aktionen vollführt, die mir gefielen, bei der mitreisenden Engländerin jedoch Schreie in höchsten Tönen hervorriefen. Es war sehr lustig.








Diese Schieflage war super - man hat von oben alles Mögliche gesehen. Der Pilot erklärte eine Menge dazu, was man über die Kopfhörer ganz gut mitbekam.

Hubschrauberflug auf Grand Cayman

Gut gesehen hat man das sog. Stingray City mit Rochen (auf dem folgenden Foto sieht man die Rochen, von oben - dorthin gibt es Ausflüge, um gemeinsam mit ihnen zu schwimmen). Was ich super interessant fand, direkt daneben die Stelle, an der das Unter-Wasser-Gebirge auf mehrere Tausend Meter abfällt.

Stingray City mit Rochen auf Grand CaymanEinfach nur faszinierend!












Weiter ging's in luftiger Höhe zum Seven Mile Beach und in Richtung Hafen, wo man unser Schiff gut von oben sehen konnte. Über George Town flogen wir langsam wieder zurück zum Flughafen.

Jewel of the Seas von oben - Grand Cayman

Der Hubschrauberflug war viel zu schnell vorbei. Mit einem Auto wurden wir zum Hafen zurück gebracht und hatten den Rest des Tages zur freien Verfügung.

Seven Mile Beach, Grand Cayman 


Um etwas Bewegung zu tanken und mehr von der Insel zu sehen, sind wir zu Fuß Richtung Seven Mile Beach. Die Insel ist so klein, dass man sich nicht verlaufen kann; außerdem hatten wir ja schon alles von oben gesehen.

Akee und SaltfischAuf dem Weg gab's ein Fastfood-Restaurant, in dem wir ein zweites Frühstück einnahmen: Kaffee sowie Akee und Saltfisch mit Kochbananen.

Das kannten wir aus Jamaika. Bis 1962 gehörten die Cayman Islands offiziell zu Jamaika, bereits im 17. Jahrhundert wurden die kleineren der Inseln von Jamaika aus besiedelt. Die Caymans wurden eine eigenständige britische Kronkolonie, während Jamaika selbständig wurde. Das Lieblingsgericht der Jamaikaner blieb jedoch.

Grand Cayman - Auf dem Weg zum Strand

Weiter der Küste entlang mehrten sich die Hotels, wir gingen durch Straßen und nach einiger Zeit kamen wir über eine kleine Straße ans Meer.

Je näher man noch am Hafen ist, desto eher erwischt man natürlich einen Blick auf die dort liegenden Kreuzfahrtschiffe.

Grand Cayman - Seven Mile Beach mit Kreuzfahrtschiffen im Hintergrund

Als erstes musste ich natürlich mit den Füßen ins Wasser!

Grand Cayman - Meer

Der Seven Mile Beach ist wirklich wunderschön. Der Sand ist fast weiß und sehr fein. Das Meer ist traumhaft, angenehm warm, hat eine wunderbare Farbe und macht Lust auf Schwimmen. Man kann kilometerweit gehen und sieht ein Resort, Hotelanlage, Gebäude usw. nach dem anderen. Trotzdem war es nicht überfüllt und man bekam problemlos einen Platz zum Sonnenbaden.

Seven Mile Beach, Grand Cayman

Zwischendurch kann man unkompliziert etwas essen, es gibt einige Restaurants, Strandbars, u.ä. Um sie zu finden, muss man allerdings ein wenig zu Fuss gehen.

Grand Cayman - Seven Mile Beach mit Kokosnuss

Es gibt auch ein lokales Bier mit Namen Caybrew.

Shopping und Geldanlage auf Grand Cayman 


Grand Cayman ist nicht nur bekannt für seinen Strand und als Finanzplatz, sondern auch für Shopping-Möglichkeiten. Auf dem Schiff gab es eine Dame mit der Berufsbezeichnung "professional shopper"in, die Tipps gab, die wohl von vielen angenommen wurden. Die Shopping-Veranstaltung im Theater war eine Show für sich - ein Einblick in amerikanische Unterhaltungskultur...

Bis wir zurück in der Stadt waren (das darf man nicht unterschätzen, man ist schon ein Weilchen unterwegs!), hatten die Läden schon geschlossen, was mir ganz recht war. So sind wir mit dem letzten Tender zurück zum Schiff.

In der Stadt (Georgetown) und auf dem Weg dorthin sahen wir allerdings alles, was man von amerikanischen oder amerikanisch beeinflussten Strandorten kennt - Margaritaville, Kentucky Fried Chicken, Tankstellen, Supermärkte, usw. Wir sahen auch eine Bäckerei, die English Cream Tea anbot. Ein wenig merkt man also doch, dass man in einer englischen Kolonie ist. Es gibt alles, was man sich vorstellen kann. 

Tipp: Allgemein bieten die Kreuzfahrtgesellschaften massenweise Ausflüge für die Caymans an. Das ist meiner Meinung nach (außer man will mal Hubschrauber-Fliegen!) nicht unbedingt nötig: Genauso einfach kann man selbst an den Strand (zu Fuß oder mit dem Taxi) und durch den Ort schlendern. Es ist alles sehr unkompliziert.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unseren Urlaub 3 Wochen Florida mit Kreuzfahrt Jewel of the Seas, Details dazu finden sich hier.

Freitag, 27. Februar 2009

3. Seetag

Heute früh um 3 Uhr durfte man die Zeit wieder umstellen.

Frühstück im Tides Dining Room mit Eggs BenedictWir waren zum Frühstück das erste Mal im Tides Dining Room. Dort geht es sehr gediegen zu, man wird geseatet und bekommt eine Karte, auf der mehr oder weniger das gleiche Essen wie im Windjammer zu haben ist.

Als Highlight gibt es zusätzlich Eggs Benedict, die bekommt man oben nicht – wir haben sie bestellt, war auch ganz lecker: Englische Muffins mit kanadischem Schinken und pochierten wachsweichen Eiern, darauf eine Hollandaise. Als Deko eine gegrillte Tomate und ein Petersiliensträußchen.









Heute haben wir das Schiff und die Aktivitäten weiter erkundet. An Bord war es ziemlich windig.

Jewel of the Seas Bingo wie immer im Safari Club, lustige Witze werden dabei gerissen - interessant, das einmal ein paar Minuten mit zu erleben.

In der Nähe gibt es Brettspiele, z.B. Schach, Dame oder Backgammon, einen Raum weiter sind zwei Billardtische, die immer waagrecht stehen und die Schiffsbewegungen kompensieren.

Barbara beim Bummeln - Jewel of the SeasSehr interessant war ein einstündiger Vortrag des Kapitäns und der leitenden Besatzung, Slideshows vom Bau des Schiffs in der Meyer Werft in Papenburg, der Fahrt durch die Ems ins Meer, Fotos von der Brücke, der Technik, der Küche, alles mit vielen Zahlen versehen. Sehr beeindruckend.















Gut besucht war der Bauchplatscher-Wettbewerb am Pooldeck. Weniger motiviert waren die Bieter bei der Kunstauktion, der Startpreis der Picasso-Zeichnung war ca. 42.000 USD, keiner wollte bieten.

Sonst haben wir uns gesonnt und etwas gelesen. Wunderbar entspannend.

Sonnenuntergang in der KaribikAuch der Sonnenuntergang mitten auf dem Wasser ist beeindruckend: Ein Wahnsinns-Ausblick auf die glutroten Wolken, darüber der Mond und ein großer Stern (Venus?).

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unseren Urlaub 3 Wochen Florida mit Kreuzfahrt Jewel of the Seas, Details dazu finden sich hier.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Puerto Limón, Costa Rica

Puerto Limón war unser nächster Stopp, ein kleines Städtchen und der Haupthafen Costa Ricas an der Karibikküste. Auch hier war Kolumbus deutlich vor uns da - er landete 1502.

Bedeutung erlangte der Ort vor allem durch Bananenexporte. Die Bananen gelangten durch eine Bahnlinie, die die Hauptstadt San José mit Puerto Limón verband, zum Hafen und von dort in die ganze Welt. Heute ist die Bahnlinie still gelegt, allerdings fahren auf einem kurzen Abschnitt Züge für Touristen.

Jewel of the Seas und MSC Lirica in Costa Rica, Hafen Puerto LimónWir sollten nachts um 3 Uhr die Uhren umstellen, Costa Rica ist eine Stunde hinterher. Wieder waren wir früher als erwartet am Ziel: Kurz nach 6 Uhr war es bereits hell und die Küste Costa Ricas war zu sehen. Es regnete und hat den ganzen Vormittag über immer wieder geregnet.

In Puerto Limón kann man auch vor Ort Ausflüge buchen: Hinter dem Pier waren entsprechende Stände aufgebaut, die mit interessanten Touren warben. Wir hatten bereits einen Ausflug gebucht: „Old Banana Route Train Adventure“. Um 8 Uhr sollte man am Pier sein, dann ging es mit dem Bus durch Puerto Limón (interessante Einblicke) in einen Stau, daher hat der Busfahrer eine andere Route gewählt:

Die Fahrt führte an der Küste entlang kurz nach Norden, man sah neben viel Müll an steiniger Küste und ein paar Metern Sandstrand u.a. den Hafen, an dem Bananen verladen werden. Beeindruckend fand ich die Massen an Containern bekannter Bananenmarken.

Alter Bananenzug, Costa Rica

Dort wartete bereits unser Zug, der auf den alten Schmalspur-Gleisen, auf denen früher Bananen transportiert wurden, durch den Dschungel fährt.

Bananenstaude mit Bananenblüte, Costa Rica




Hier ein Foto einer Bananenblüte. Ich finde Bananenstauden und Bananenblüten wunderschön.












Offene Fenster, zum Glück keine Klimaanlage und immer wieder Fotostopps, wenn z.B. Affen gesichtet wurden.

Affen im Dschungel von Costa Rica

Die Fahrt war faszinierend, die Landschaft ist beeindruckend, grün, tropisch, laut von Affen- und Vogelgeräuschen. Ich hätte stundenlang weiterfahren können.

Mitreisende Touristen auf dem Weg zum StrandEs ging bis zu einem schönen Strand (dunkler Sand und wellig), an dem 20 Minuten Snackpause war. Kochbananen-Chips und Getränke, einschl. lokalem Bier wurden ausgeteilt.

Es war genügend Zeit, um ein paar schöne Fotos zu schießen.







Der Strandabschnitt war wirklich traumhaft schön. Leider war es zu regnerisch, auf Baden hatte keiner Lust.

Strand in Costa Rica

Mit dem alten Bananenzug ging es zurück zum Ausgangspunkt, dann wieder in den Bus im Regen zurück nach Puerto Limón, durch die Stadt durch in Richtung Süden zu einer Bananenplantage, auf der dann aber wenig Zeit für eine Besichtigung war.

Die Tour sollte eigentlich 3 ¼ Stunden dauern und dauerte fast 4 ½. Uns hat sie gut gefallen, sie war vielseitig und man bekam einen ersten Eindruck vom tropischen Regenwald Costa Ricas und vom Leben in den Straßen und Vororten dieser Hafenstadt.

Am Nachmittag haben wir uns auf eigene Faust Puerto Limón angeschaut. Zum Glück hat der Regen aufgehört.

Park nahe des Hafens von Puerto Limón, Costa RicaNahe des Piers gibt es einen kleinen Park mit einem Kolumbus-Denkmal, daneben einen Aussichtspier.














In bequemer Geh-Entfernung findet man viele Straßen mit Geschäften, Bars, Cafés, dem vollem Leben, eine schöne Markthalle, viele fliegende Händler, teils mit super Obstauswahl, zwei Kirchen, ein Baseball-Stadion und schwüles Wetter.

Straßenszene Puerto Limón, Costa RicaCosta Rica ist eigentlich für Öko-Tourismus bekannt, in Puerto Limón sieht es aus wie in vielen anderen sich entwickelnden Ländern: Strom kostet wenig, Straßenlaternen brennen tagsüber, Müll liegt herum, Busse parken mit laufendem Motor und heftigem Abgasgestank, nur um Touristen Air Condition bieten zu können, usw.







Um 18:30 sind wir ausgelaufen, kurz zuvor legte die MSC Lirica ab, die den Pier mit uns geteilt hat. Mit einem Mango Maitai, den wir an der Sky Bar gekauft hatten und an der Reling mit Blick auf die Stadt und das andere Schiff getrunken haben, klang der Tag gut aus.

Sky Bar auf der Jewel of the Seas

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unseren Urlaub 3 Wochen Florida mit Kreuzfahrt Jewel of the Seas, Details dazu finden sich hier.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Panamakanal

Früher als geplant sind wir am Panamakanal angekommen. Ich glaube, es war gegen 5:30 Uhr früh.

Das Schiff teilt der Kanalverwaltung zwar mit, dass es plant, an dem jeweiligen Tag durchzufahren und Kreuzfahrtschiffe werden bevorzugt behandelt, trotzdem gibt es hier wohl einen Unsicherheitsfaktor und der Kapitän wollte lieber früh da sein.

Einfahrt in den Panamakanal am frühen MorgenWir konnten also schon von der Kabine aus die Lichter und die ersten Schleusen sehen, haben uns schnell angezogen und sind mit Kameras bewaffnet an Deck.

Es war absolut faszinierend. Die Wärme der Tropen, die Dämmerung, die riesigen Dimensionen der Schleusen, die das Meer öffnen in Richtung Landesinneres und Schiffen ermöglichen, vom Atlantik zum Pazifik oder umgekehrt zu fahren.

Unser Schiff, die Jewel of the Seas, gehört zur Panamax-Klasse. Diese Schiffe sind so konzipiert, dass sie gerade noch durch den Kanal passen. Kreuzfahrtschiffe in der Größenordnung zahlen übrigens ca. 200.000 US$ für die Passage. Von der Brücke wurde ausführlich per Mikrofon informiert, über den Kanal allgemein und über unsere Passage. Diese Informationen konnte man auf dem ganzen Schiff hören.

Muli am PanamakanalEin gut ausgebildeter Lotse kommt an Bord, der Kapitän wuselt auf der Brücke - links und rechts vom Schiff ist sehr wenig Platz bis zu den Wänden der Schleusen, da ist Maßarbeit gefragt.

Die Schiffe fahren nicht mit eigener Kraft, sondern werden von Zahnradlokomotiven geschleppt, sog. Mulis.

Ich fand es einfach nur faszinierend - eine Erfahrung, die man einmal im Leben machen sollte. Die Dimensionen sind wirklich überwältigend.

Fahrt durch den Panamakanal mit der Jewel of the Seas: Gatún-SchleusenWeitere Informationen und Details zum Kanal finden sich u.a. bei Wikipedia.

Unser Schiff fuhr durch die drei Gatún-Schleusen und blieb dann im künstlich angelegten Gatún-See.

PanamakanalHier war Zeit für ein gemütliches Frühstück unter freiem Himmel mit Blick zurück auf die Schleusen. Leider begann es zu regnen.

Vom Gatún See aus sind wir mit kleinen Booten an Land, wo schon Busse für die verschiedenen Ausflüge warteten. Wir hatten bereits in Deutschland den Panamakanal-Ausflug gebucht. Unser Schiff fuhr ja nicht durch, sondern wieder zurück auf den Atlantischen Ozean. Wir wollten den Rest des Kanals und der Schleusen auch noch sehen und hatten daher die Panama Canal Tour gebucht, die uns bis zum Pazifik führte.

Cashewnüsse am BaumErst ging es mit dem Bus durch das Landesinnere Panamas, mit vielen Informationen über das Land und die Leute, interessanten Ein- und Ausblicken sowie einem kleinen Fotostop, um uns Touristen einen Baum mit Cashewnüssen zu zeigen.










Dann durften wir in ein kleineres Boot steigen, mit dem wir den Rest des Kanals fuhren.

Panamakanal

Dieses Erlebnis war wieder ganz anders, da man diesmal näher an der Wasseroberfläche war, die Schleusen näher sah (und anfassen konnte!), die Mulis sah man von unten und die großen Frachtschiffe wirkten wirklich riesig.

Die Kombination, den Panamakanal mit einem großen und mit einem kleinen Schiff zu durchfahren, ist einfach perfekt!

Centennial Bridge über den PanamakanalBeeindruckend sind auch die beiden großen Brücken, die Nord- und Südamerika verbinden: Die erst 2004 eröffnete Centennial Bridge (mit dem Pan-American Highway, hier auf dem Foto) und im Süden kurz vor dem Pazifik die Bridge of the Americas.

Weiter geht es durch die restlichen drei Schleusen, erst die Pedro Miguel, dann durch den künstlich angelegten Miraflores See und die beiden Miraflores-Schleusen. Dort befindet sich auch ein Besucherzentrum.


















Auf dem kleinen Schiff konnte man ganz nach vorne oder auch nach oben, um alles hautnah zu sehen. Wirklich sehr beeindruckend.

Schleuse Panamakanal



Zwischendurch gab es auch etwas zu essen und man konnte gekühltes panamaisches Bier kaufen.



















Wir sind noch ein Stück in den Golf von Panamá hineingefahren, befanden uns also im Pazifik. Interessant dort auch: Man sieht wie auf der atlantischen Seite auch, sehr viele Schiffe, die auf ihre Passage warten.

Blick auf Panama CityUnser Bus wartete schon, mit einem atemberaubenden Blick auf die Skyline von Panama-Stadt ging es dann zurück an die Atlantikküste. In Colón (Cristobal Pier) gibt es direkt am Pier noch ein Shopping Center, in dem man z.B. auch Panama-Hüte kaufen kann.

Unser Schiff fuhr weiter Richtung Costa Rica - bei tropischer kurzer Dämmerung und folgender Dunkelheit konnte man den beleuchteten Panamakanal noch sehr lange sehen. Faszinierend.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unseren Urlaub 3 Wochen Florida mit Kreuzfahrt Jewel of the Seas, Details dazu finden sich hier.

Dienstag, 24. Februar 2009

Cartagena, Kolumbien

Cartagena de Indias liegt an der kolumbianischen Karibikküste und hat ca. 1 Million Einwohner. 1533 gegründet, war sie eine der ersten und wichtigsten spanischen Städte Amerikas.

Cartagena de Indias, KolumbienDie Stadt erlebte bald nach ihrer Gründung einen glänzenden Aufstieg, der Hafen war wichtig, um spanische Waren nach Amerika zu bringen und Edelsteine, Gold und Silber aus Kolumbien zu verladen. Auch als Durchgangshafen für Sklavenschiffe wurde der Hafen genutzt. Cartagena wurde dementsprechend häufig von Piraten belagert und geplündert.

Nach dem Einfall durch Sir Francis Drake 1585 wurden Schutzwälle und die Wehranlage San Felipe errichtet.

Wehranlage San Felipe in Cartagena, KolumbienDas alte Stadtzentrum mit Festungsring, Kathedrale und Palästen im andalusischen Stil sowie Hafen und Baudenkmäler der Kolonialzeit sind UNESCO-Weltkulturerbe.

Bekannt ist Cartagena auch durch den Roman Die Liebe in den Zeiten der Cholera von Gabriel García Márquez. Cartagena ist die kolumbianische Stadt mit den meisten Touristen, was sicher mit daran liegt, dass hier viele Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Blick auf Cartagena, KolumbienUm 7 Uhr lief unser Schiff ein, wir haben zuvor schon die Küste und das Einlaufen beobachtet. Auffällig sind viele Sandstrände und am Rand Cartagenas Hochhäuser, vor allem auf dem vorgelagerten Stadtteil Bocagrande.

Angelegt wird an einem Pier im Containerhafen. Wir haben kurz gefrühstückt und sind dann an Land.

Da die Zeit in Cartagena sehr begrenzt war, hatten wir bereits von Deutschland aus unseren Ausflug gebucht: „Cartagena Old City Walking Tour“. Der Bus stand bereit, es konnte also losgehen. Wer keine Tour gebucht hat: Vom Pier aus zu Fuß aus dem Hafengelände marschieren, dort stehen Taxis, gelb und vertrauenserweckend.

Als erstes fuhr unser Bus zur Festung San Felipe, die wir allerdings nicht besichtigten, nur Fotostop (s.o.).

Stadtmauer Cartagena, KolumbienWeiter ging es an die Stadtmauer, die die Stadt zum Meer her abschottet und um die ganze Innenstadt herum führt. Sie ist wirklich beeindruckend.

Gut gefallen haben mir schöne Cafés auf der Befestigungsanlage, die so früh am Morgen allerdings noch geschlossen waren.











Es folgte ein interessanter Spaziergang durch die Altstadt. Schön fand ich u.a. die Iglesia de Santo Domingo und den Platz davor mit der Skulptur einer ruhenden Frau von Fernando Botero.

Cartagena war ein Hauptsitz der Inquisition, es gibt ein entsprechendes Museum am Plaza de Bolívar, der ziemlich bevölkert ist.

Plaza de Bolívar in Cartagena, KolumbienIn der Stadt wuselte es, viele Menschen waren unterwegs, natürlich auch viele Touristen. Zwischendrin ist immer wieder tropisches Grün, Parks, Blüten, usw. Man wird häufig von fliegenden Händlern umlagert, die Souvenirs oder Getränke verkaufen wollen, aber nicht penetrant waren.

Die Tour hat uns gut gefallen, der Führer Nico war sehr kompetent und hat viel Wissenswertes vermittelt.

Die Tour endete mit der Möglichkeit zum Einkaufen, die von vielen genutzt wurde (man konnte sich stattdessen gut weiter umsehen oder die Stadtmauer beklettern), bevor es mit dem Bus zurück zum Schiff ging.










Cartagena und die Region lohnen sicher einen längeren Besuch. In der Stadt selbst haben wir nette Hotels, Restaurants, Cafés und Bars gesehen, etwas außerhalb scheint es schöne Strände zu geben. Die Atmosphäre ist angenehm.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unseren Urlaub 3 Wochen Florida mit Kreuzfahrt Jewel of the Seas, Details dazu finden sich hier.

Montag, 23. Februar 2009

2. Seetag

Der zweite Seetag war ideal zum Entspannen.

Das Wetter war nicht ganz sonnig, sondern eher wolkig - was für deutsche Winterhaut gar nicht schlecht ist. So hat man die Möglichkeit, langsam Farbe zu bekommen, ohne einen größeren Sonnenbrand zu riskieren. Aber auch durch die Wolken sind die Sonnenstrahlen in den Tropen nicht zu unterschätzen, also besser eincremen!

Jewel of the Seas - an Deck

Heute war genügend Zeit, um mitgebrachte Bücher zu lesen, zu schwimmen und sich zu sonnen. Wer mochte, wurde fast rund um die Uhr bespaßt; es gibt eine große Auswahl an Programm, an dem man teilnehmen kann, wenn man möchte.

Mir war es eher nach Faulenzen, Lesen und am Abend nach einem der vielen leckeren Cocktails, die in der Sky Bar und Pool Bar auch im Freien gemixt und serviert werden.

Cocktails oder andere alkoholische Getränke kosten extra, die Preise sind in der Speisekarte vermerkt. Dazu kommen 15% Service Charge, Trinkgeld. Das alles wird automatisch dem Bordkonto belastet; man zeigt seine Karte vor, erhält einen Beleg, den man unterschreibt, fertig.

Auf den meisten Schiffen gibt es auch Getränkepakete. Für uns lohnt sich das nicht, da wir sehr viel Wasser oder Kaffee und Tee trinken und zwischendurch mal Bier, Wein oder einen Cocktail, immer abwechselnd. Wasser, Eistee, Kaffee oder Tee gibt es an Getränkestationen im Schiff verteilt.





Hier ein Blick aufs Atrium. Uns hat es richtig gut gefallen, über mehrere Etagen hinweng nach unten oder oben sehen zu können. Getoppt wird das mit den gläsernen Aufzügen.



Wie man sieht, war Live Musik unten im Atrium. Dort gibt es auch eine Bar.

Und das Dessert meines Abendessens habe ich auch fotografiert.


Ein wenig süß, aber sehr schokoladig und lecker.

Sonntag, 22. Februar 2009

Labadee, Haiti

Labadee hieß früher La Badie und ist eine bergige Halbinsel im Norden Haitis, ca. 10 km westlich von Cap Haitien - und angeblich war Kolumbus schon hier.

1986 wurde die Halbinsel von Royal Caribbean gemietet. Von der Armut und den Spannungen in Haiti bekommt man in dem eingezäunten Privatresort Labadee, das als touristische Haupteinnahmequelle des Landes gilt, selbstverständlich nichts mit.

Sonnenaufgang vor Haiti, Labadee, vom Schiff aus gesehen

Der Sonnenaufgang von Deck aus gesehen war traumhaft. Wir haben die Anfahrt auf Haiti vom Schiff aus beobachtet und uns so unsere Gedanken gemacht - zur Karibik, zur Armut auf der Welt, zu Haiti als einem der ärmsten Länder der Welt und uns, die wir hier einen Fuß reinstrecken, aber das Land selbst nicht bereisen können. Labadee ist abgegrenzt vom Rest Haitis, davon sah man nur von Ferne etwas.

Derzeit baut die Reederei einen Pier, daher sind Bauarbeiten im Gange. Wir sind getendert, mit doppelstöckigen Booten, die vom Resort aus zum Schiff kamen.

Hier kann man Fotos schießen, die Fernweh hervorrufen...

Kreuzfahrtschiff Jewel of the Seas vor Labadee

Labadee ist wunderbar entspannend karibisch, türkisfarbenes warmes Meer, schöne Buchten mit Sandstränden, ein paar Ruinen, Aussichtspunkte.

Zu Fuß lässt sich die Halbinsel gut erkunden. Auf Hängematten oder Liegen kann man zwischendurch ausruhen.

Labadee - Ruinen

Es finden sich einige Strände. Für Aktive gibt es genügend Wassersportaktivitäten und einen Markt mit lokalen Händlern und Produkten.

Wenn man ein wenig herum läuft, findet man auch Ecken, an denen man alleine ist und die Natur, Flora, Fauna beobachten kann. Romantisch sind auch die Ruinen, vor allem alte Mauern und ein alter Glockenturm.

Labadee, HaitiBei Google Earth bekommt man inzwischen einen guten Eindruck von Labadee mit vielen Fotos.

Mittags wurden Snacks serviert, an zwei Stellen des Resorts. Ich war zu faul, einen Ausflug zu unternehmen - beim nächsten Mal würde ich eine Schnorcheltour buchen. Es gibt viel an Möglichkeiten, von Zipline über geführte Touren bis hin zu diversen Wassersportmöglichkeiten.

Hier ein paar Impressionen.

Labadee - Ankunftsbereich

Welcomeschild mit Labadee Luc

Labadee - Informationstafel für Kreuzfahrtgäste

Labadee - Markt mit lokalen Produkten


Labadee - Kinderspielplatz

Labadee - Impressionen beim Spaziergang

Labadee - Impressionen beim Spaziergang

Labadee - Strand und Meer vor Schiff

Labadee - einer der Strände

Labadee - vom Schiff aus gesehen

Der letzte Tender zurück zum Schiff war um 15:30 – mit maximal 10 Leuten, die anderen sind deutlich früher zurück aufs Schiff, was ich interessant fand. Mir war es wichtig, jede Minute auszukosten. :-)

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unseren Urlaub 3 Wochen Florida mit Kreuzfahrt Jewel of the Seas, Details dazu finden sich hier.

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