Montag, 30. Mai 2011

Ravenna, San Marino

Laut Tagesplaner sollte es ein sonniger Tag mit 29°C werden. Was will man mehr?! :-)

Wir hatten einen Ausflug gebucht, San Marino und Ravenna. Treffpunkt war um 7:45 Uhr, Abfahrt um 8 Uhr.



Für die Gäste, die nicht an einem Ausflug teilnehmen, gibt es einen Shuttle vom Schiff nach Ravenna. Die Fahrt dauert ca. 25 Minuten und der Shuttlebus fährt jede 30 Minuten, zwischen 8 und 18 Uhr. Fahrkarten dafür gab's für 15 US$, sie gelten für den ganzen Tag und können im Voraus oder im Bus gekauft werden.



Am Anfang ist immer etwas Hektik, viele Menschen, die auf Busse verteilt werden, aber es war gut organisiert und wir kamen gegen 8:15 Uhr los. Der Bus fuhr von der Hafenregion über Land und schöne Straßen mit interessanten Ausblicken (man sieht viel Landwirtschaft und viele Menschen auf den Feldern, die dort arbeiten) nach San Marino.



Bis wir dort auf dem Parkplatz waren und die Besichtigung los ging, war es kurz vor 10 Uhr. Jeder bekam ein kleines Audiotours-Gerät, mit dem man per Funkkanal mit dem Reiseführer verbunden ist. Nach der geführten Rundtour war noch genügend Zeit für eigene Erkundungen, bis man sich dann wieder am Bus getroffen hat.



Am Anfang ging es steile Treppen vom Busparkplatz in die hoch gelegene Stadt hinauf. Da hatten einige der Mitreisenden Probleme; manche der amerikanischen Touristen waren doch etwas älter bzw. gesundheitlich eingeschränkt. Außer uns waren noch andere Touristen dort, so dass die ersten paar hundert Meter des historischen Zentrums ziemlich überlaufen waren.

Baustelle - Hier kommt noch was!!!

























Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier.

Samstag, 28. Mai 2011

Venedig und Einschiffung

Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel mit viel Kaffee haben wir unsere Sachen gepackt und im Lagerraum des Hotels eingestellt.

Frühstück in VenedigWir wollten noch einige Stunden Venedig besichtigen, dann unsere Koffer holen, zu Fuß zum Auto, dort umpacken und mit den großen Koffern aufs Schiff. Boarding Time fürs Schiff war 14:00 Uhr, wobei irgendwo stand, dass man spätestens um 16 Uhr eingecheckt haben sollte. Es war also genügend Zeit, sich noch einmal in Ruhe Venedig anzuschauen.

Ich finde es wunderbar, sich einfach treiben zu lassen. Man entdeckt dabei so viele interessante Ecken, kleine Plätze, Brücken, Häuser, Paläste, Läden, Cafés, Museen und Kirchen...


Man kommt dabei natürlich auch an weniger belebte Plätze.

Palazzo in VenedigDieses Haus hier oben gefiel mir irgendwie sehr gut - wenn es jemand für mich kauft, renoviert und alles organisiert, könnte ich mir vorstellen, ein paar Wochen im Jahr dort zu leben. ;-)

FrarikircheBesonders gut gefiel mir auch die Frarikirche. Obwohl sie kein Geheimtipp ist, war die Stimmung innen relativ ruhig und besinnlich und wir nahmen uns Zeit, die Kirche und die Ausstattung auf uns wirken zu lassen. Das Altarbild von Tizian ist absolut beeindruckend, andere Werke ebenso.

Das Grabmahl von Claudio Monteverdi befindet sich etwas versteckt vorne links, es hatte frische Blumen drauf.

Frarikirche






















Die Kirche kostet 3,- EUR Eintritt. Es gibt wohl auch Sammeltickets, die (fast) alle Kirchen Venedigs beinhalten.

Nach viel Bummeln, Besichtigen und Genießen sind wir langsam wieder zurück in Richtung Hotel. Um den Canal Grande zu überqueren, haben wir keine der Brücken (es gibt nur vier!) genutzt. Diese sind oft weit entfernt und daher gibt es sog. 'traghetti'.

Traghetto in Venedig

Das sind Gondeln, die direkt über den Kanal übersetzen. Eine Überfahrt kostet 50 Cent und macht Spaß.

Traghetto S. Sofia, Venedig, Canal GrandeAuf dem Canal Grande ist ziemlich viel los, aber ich hatte den Eindruck, dass unser Traghetto Vorfahrt hatte und die oft motorbetriebenen Lastschiffe, Taxis, Vaporettos usw. darauf Rücksicht nahmen. Es schaukelt auch entsprechend.

Die Einwohner Venedigs sind geübt und trotzen den Wellen und dem Schaukeln meist stehend.

Am Anfang tat ich mich schwer, die Plätze zu finden, an denen die Gondelfähren starten. Dabei sind sie recht gut beschildert.

Ein kurzes Eis auf den Weg, dann noch schnell verlaufen ;-) und so wurde es dann doch höchste Zeit, unser Gepäck am Hotel abzuholen und zum Hafen zu marschieren. Ein paar Meter kann man abkürzen, indem man den People Mover benutzt.

Eis, Grom, Italien, italienisches Eis

Wir sind also zum Terminal und haben uns orientiert, wo wir das Gepäck abgeben können. Es war zwar nicht allzu viel los, aber eine chinesische Reisegruppe war etwas desorientiert und es dauerte ein wenig, bis ich mich durchgefragt hatte.

Kreuzfahrtterminal in Venedig

Es funktionierte dann eigentlich ganz okay, große Koffer aufgegeben, Rucksack auf den Rücken, ins Terminal zum Check-in, Sea Pass und Reisepass vorzeigen, irgendwo noch eine Unterschrift, die ich vergessen hatte, Bordkarte in Empfang nehmen, durch die Security, aufs Schiff.

Royal Promenade der Voyager of the Seas

Beeindruckend ist die Royal Promenade, hier links auf dem Foto (draufklicken, dann werden alle Fotos größer!). Diese 120 m lange Shopping und Kneipen Mall, die ich so bisher auf keinem Schiff erlebt hatte, war wirklich imposant. Es gibt sogar Innenkabinen mit Blick auf diese Promenade.

Hier gibt es auch das sog. Café Promenade, das 24 Std. täglich etwas zu essen, kleine Snacks, Pizza, Kekse bietet und an dem man sich kostenlos Getränke (Kaffee, Tee, Wasser, Limo) zapfen kann.

Direkt daneben ist übrigens noch eine Bar mit verschiedenen Kaffeespezialitäten und eine Ben & Jerry's Eisdiele (beides kostet extra).

Auf dem Foto hier zapfe ich mir Teewasser im Café Promenade. Wie man sieht, sind verschiedene Teebeutel zur Auswahl und links daneben genügend Kaffeemaschinen auch für einen größeren Ansturm. Teils wird es schon voll auf so einem Schiff. Es gibt Tassen aus Keramik und Becher zum Mitnehmen.

Café Promenade der Voyager of the Seas

Wir sind dann auf die Kabine, haben sie in Augenschein genommen und nach kurzem Frischmachen, weil wir Sicht auf den Hafen hatten, wieder an Deck, um den Blick auf Venedig zu genießen.

Nach einiger Zeit war die obligatorische Sicherheitsübung, auf der wir uns auf Deck 4 in Cleopatra's Needle, einer Tanzbar, sammeln sollten. Das ging recht locker ab, wir wurden auf einer Liste abgehakt, aber keiner musste eine Rettungsweste anziehen. Im Anschluss wurden Tickets für die (kostenlosen) Eisshows verteilt, dafür musste man anstehen.

Voyager of the Seas

Wir sind dann wieder an Deck und genossen das Schiff mit einem Cocktail aus der Sky Bar. Dabei kann man wunderbar entspannen!

Die Abfahrt verzögerte sich etwas, weil wir erst warten mussten, bis das Costa Schiff neben uns ablegte, das irgendwie vor uns weg sollte (Stau auf dem Wasser...).

Gegen 18:30 Uhr kamen wir los. Sehr interessant, vor uns drei weitere Schiffe, die man dann in der Ferne beobachten kann.

Ich fand die Ausfahrt aus dem Hafen und die Fahrt mitten durch Venedig absolut genial.

Hafenausfahrt aus Venedig mit dem Kreuzfahrtschiff
Die Einblicke in Venedig, das wir ja gerade 2 Tage lang erlaufen und besichtigt hatten, waren hochinteressant, man erkannte einiges und hatte von oben einen Wahnsinns-Blick.

Allein wegen dieses Ausblicks lohnt sich eine solche Seereise ab Venedig!


Venedig von oben vom Kreuzfahrtschiff aus gesehen

Ich denke, dass die meisten Passagiere oben an Bord waren, aber es war nicht allzu gedrängt, sondern verteilte sich gut, jeder hatte Platz zum Schauen. Wir blieben sehr lange an Deck, genossen die Aus- und Einblicke, auch den Lido sieht man gut.

Seit langem ist ein Verbot großer Schiffe im Gespräch, wurde bisher aber immer wieder verworfen. Ein neuer Hafen, etwas außerhalb, soll gebaut werden. Die Schiffe tun der Lagune nicht gut, weil sie Vibrationen und Wellen auslösen und vieles aufwirbeln. Evtl. sind aber die Emissionen durch die Abgase noch schlimmer, damit haben andere Hafenstädte ja auch zu kämpfen, nicht nur durch Kreuzfahrtschiffe, sondern auch durch die großen Handelsschiffe. Ein großes Thema. Ich hatte auch länger überlegt, ob ich da mitspielen will. Dieser Gedanke ging mir auch während der Durchfahrt durch Venedig durch den Kopf; ganz verdrängen kann man diese Probleme auch beim schönsten Ausblick nicht. Um so mehr ein Grund, es dann auch ganz bewusst auszukosten und sich daran zu erfreuen und es mit anderen zu teilen.

Hier noch ein Blick zurück, ca. eine Stunde nach der Abfahrt geschossen:


Blick auf Venedig

Zu der Zeit waren viele Passagiere schon drin, beim Esssen oder sonstwo. Ich fand es echt traumhaft schön.

Wir haben danach noch das Schiff erkundet, um 21 Uhr gab's Abendessen (aber man hätte auch jederzeit im Windjammer Buffet-Restaurant essen können), danach holten wir unseren noch fehlenden Koffer ab, der noch nicht in der Kabine war (der andere war geliefert worden). Der Anhänger war wohl abgerissen, er tümmelte sich mit zwei anderen Koffern im Service Center. :-)

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Anfahrt nach Venedig

Wenn man mit dem Auto fährt und dazu noch einen Kombi hat, neigt man dazu, viel zu viel einzupacken...

Koffer im Auto mit NachbarkaterWir hatten diesmal zwei große und zwei kleine Koffer - die kleinen waren für Venedig, weil man dort nicht mit Auto oder Taxi (außer Wassertaxi, aber dafür bin ich zu geizig) direkt vor dem Hotel halten kann. Die großen waren fürs Schiff. (Das auf dem Foto hier sind natürlich die großen Koffer.)

Abfahrt am Vormittag. Unsere Katzen hatten wir bereits am Tag zuvor in die Katzenpension gebraucht, aber der Nachbarskater wollte wohl mit. ;-)

Wir sind also auf gewohnter Strecke (A9 nach Süden, an München vorbei, Richtung Brenner) gemütlich nach Süden gefahren. Hier noch ein letzter Blick zurück (fast alle Fotos werden größer, wenn man draufklickt):

Abfahrt Richtung Süden
Im Raum München haben wir uns an einer Raststätte eine Vignette für Österreich besorgt. Bei einer 11-Tages-Tour reicht das 10-Tages-Pickerl nicht, also kauften wir für 23 EUR den 2-Monats-Aufkleber und können also in nächster Zeit nochmal nach Österreich. :-)

Tipp: An der A93 Ausfahrt 57 Reischenhart ist der Autohof Raubling mit einer Tankstelle, die Autogas (LPG) hat und natürlich auch Vignetten verkauft. Autohof RaublingHier kann man auch schon üben, wie der italienische Adapter funktioniert - es gibt hier nämlich den deutschen und den italienischen.

Es lohnt sich, vor Österreich den Gastank nochmal zu füllen, da Autogas in Österreich nicht steuerlich begünstigt und daher auch nicht so verbreitet ist. In Österreich fiel mir eine Autobahnraststätte auf, die LPG führte, auf dem Rückweg zwei. In Italien ist LPG (das heißt dort GPL) wieder ähnlich günstig wie in Deutschland, teils war es sogar noch billiger. Gefühlt gab es in Italien deutlich mehr Tankstellen mit Autogas - es ist also kein Problem, dort zu tanken!

Weiter ging's die bekannte Strecke, durch Österreich, über den Brenner, nach Italien. Nach einer Espresso- und Imbisspause durch Südtirol und in Richtung Süden. Ich habe mir dabei - sichtlich angestrengt ;-) - überlegt, warum die Leitplanken in Italien rostfarben sind. Ist das wirklich Rost?

Barbara im Auto; italienische Autobahn
Wir entschieden uns spontan, dem Navi zu folgen und bei Trento (Trient) die Autobahn zu verlassen, um die kürzere Strecke auf gut ausgebauten Nebenstraßen über Levico Terme, Bassano del Grappa nach Padova (Padua) zu fahren.

Route durch Norditalien nach Venedig ./. Quelle: Google MapsImmer nur Autobahn ist langweilig und diese alternative Strecke war wirklich schön.

Jedes Mal, wenn ich hier oder in ähnlich interessanten Gegenden durchrausche, nehme ich mir vor, nächstes Mal mehr Zeit einzuplanen oder mal wieder einen Urlaub hier zu verbringen. Die ganzen Regionen, die man auf der Fahrt durchfährt, sind wunderschön und interessant.

Vom Wetter her hatten wir auch Glück, irgendwo in den Bergen regnete es zwar mal kurz, aber sonst gingen die Temperaturen bis 34 Grad hoch. Aber zum Glück gibt's in Italien überall Eis. :-)

Interessant fand ich die Brücke nach Venedig rüber:

Die Brücke der Freiheit (Ponte della Libertà) zwischen Mestre und Venedig
Die in den 1930ern erbaute Straßenbrücke der Freiheit (Ponte della Libertà) ist gut ausgebaut, kostet nicht mal Maut und bietet schon einen ersten Blick auf die Stadt. Venedig selbst ist autofrei, man stellt sein Auto also ab und läuft den Weg zum Hotel zu Fuß oder nimmt ein Boot.

Wir fuhren erst zum Kreuzfahrtterminal, weil ich dort einen Parkplatz gebucht hatte. Das ist ganz praktisch, es gibt in Venedig neben dem Kreuzfahrtterminal einen sehr großen Parkplatz, auf dem man relativ preisgünstig und unkompliziert parken kann. Über diesen Link bucht man im Voraus und kann eigentlich auch länger bleiben als die Kreuzfahrt dauert. Allerdings stand im Kleingedruckten, dass man spätestens um 17 Uhr da sein müsste, und es war schon deutlich später... Also fuhren wir weiter und parkten mit der wohl besten Aussicht, die man sich für ein Parkhaus vorstellen kann!

Blick auf Venedig von der Garage San Marco aus
Die Garage San Marco ist direkt an der Piazzale Roma und kostet 30 EUR für 24 Stunden. Wir beschlossen, bis zum nächsten Nachmittag dort zu parken und danach auf den Parkplatz im Kreuzfahrt-Terminal zu fahren.

Inzwischen war es fast 20 Uhr und Zeit, ins Hotel zu kommen. Wir haben also unsere kleinen Koffer geschnappt und sind los marschiert. Das Hotel hatte ich schon einige Wochen zuvor gebucht. Das Hotel Ai Mori d'Oriente war mir empfohlen worden, es liegt im etwas ruhigeren Teil Venedigs, im Stadtteil Cannaregio in einem Palazzo aus dem fünfzehnten Jahrhundert.

Der Weg dorthin war gut zu laufen und ein erster schöner Eindruck: Kanäle, tolle Häuser und Paläste, Brücken, toll.

Cannaregio, Venedig
Nach dem Einchecken sind wir natürlich nochmal los gelaufen, um uns die Füße zu vertreten, eine Kleinigkeit zu essen und Venedig bei Nacht kennen zu lernen.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier.

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