Montag, 27. Oktober 2014

Wellness-Wochenende in Oberstaufen

Ich und Wellness... Hm, ein interessantes Thema. Eigentlich bin ich die perfekte Zielgruppe, im entsprechenden Alter, seit Jahren Stress in diversen Jobs und im Leben, oft einfach müde und meist zu umtriebig oder faul, mir wirklich mal Zeit für mich zu nehmen, um z.B. mit einem guten Buch in der Badewanne zu entspannen und abzuschalten.

Klar habe ich schon die eine oder andere Wellness-Anwendung genossen, meist in Hotels, in denen ich geschäftlich oder privat ein paar Tage verbracht habe. Das war eigentlich immer schön, egal ob Massagen, Kosmetikbehandlungen oder Ayurveda-Anwendungen. Aber Einladungen von Freundinnen zu einem gemeinsamen Mädels-Wellness-Wochenende habe ich bisher immer abgelehnt, meist mit einer fadenscheinigen Begründung. Ein Wochenende nur faulenzen und sich verwöhnen lassen? Ich? ;-)

Lindner Parkhotel & Spa OberstaufenUm Vorurteile über Bord zu werfen und für mich und meine Leser zu testen, was man wirklich unter Wellness-Wochenende versteht, habe ich dankend angenommen, als die PR-Abteilung der deutschen Hotelkette Lindner Hotels & Resorts angefragt hat, ob ich zum Thema "Natürliche Düfte für Allgäuer Wellness und Gesundheit" ins Lindner Parkhotel & Spa nach Oberstaufen kommen möchte.

Ich habe während des ganzen Wochenendes auf diversen Social Media Kanälen (hier, hier, hier) Fotos und kurze Statements mit der Welt geteilt, u.a. ein Vorher- und ein Nachher-Foto, eher scherzhaft gemeint, aber da ich zu dem Zeitpunkt gesundheitlich etwas angeschlagen war, hatte das auch einen etwas tieferen Sinn.

Hier mein Bericht, wie üblich hier nach Tagen aufbereitet:
Fazit: Mir hat das Wochenende richtig gut getan! Die Lage und das Hotel sind traumhaft, Wellness sowohl in Anwendungen als auch was Herzlichkeit, Ruhe, Entspannung, gute Luft, schöne Gegend angeht, ein Volltreffer.

Danke an Lindner Hotels und das ganze Team für die Einladung, herzliche Gastfreundschaft und das wunderbare Wochenende. Bei Euch fühlt man sich wunderbar aufgehoben; das ist Entspannung und Urlaub!

Eine Menge weiterer Impressionen finden sich unter #lindnerhotels #pr_oberstaufen #allgäu_wellness und #kräuterküche auf verschiedenen Social Media Kanälen. Katja vom WellSpa-Portal hat sie in diesem Beitrag gut zusammengefasst. Empfehlenswert auch das Video von Mi Hae von Drei-Blick und ihr Bericht auf B53. Schöne Fotos hat auch das Lindner Parkhotel & Spa als Facebook-Album hier hochgeladen. Die nächsten Wochen und Monate erscheinen sicherlich noch weitere Berichte online und in diversen Zeitschriften.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Kräuterküche und Rückfahrt

Die Nacht war wieder kurz... Gegen 9:00 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, zumindest die meisten. Einige der Journalisten und Blogger mussten schon früh abreisen. Ich nahm mir die Zeit für ein gemütliches Frühstück, das wieder ausgezeichnet schmeckte.

Lindner Parkhotel & Spa - Frühstück

Danach war Zeit für eigene Recherchen, wie es sich nannte. Der Regen hatte aufgehört, dafür schien die Sonne, nur von ein paar Wolken unterbrochen. Ich bin kurz raus in den Kurpark und habe - wie man sehen kann, nicht als einzige! - noch ein paar Fotos geschossen. Die Terrasse war zu dieser Tages- und Jahreszeit natürlich leer, ich kann mir aber gut vorstellen, dass man an warmen Tagen sehr geschützt draußen sitzen kann. Die Aussicht ist ja auch fantastisch.

Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen

Leider reichte die Zeit nicht mehr, in dem schönen Außenpool zu schwimmen.

Samstag, 25. Oktober 2014

Allgäu, Düfte, Wellness

Sieht das nicht entspannend aus?!

Bei mir kommt gleich Urlaubs-Feeling auf, wenn ich so eine schöne Filztasche sehe wie hier im Lindner Hotel in Oberstaufen, die im Hotelzimmer bereit steht und Lust auf Wellness-Anwendungen macht!

Bevor es damit los ging, standen aber natürlich noch andere Themen auf dem Programm. Als allererstes natürlich ein schönes Frühstück.

Freitag, 24. Oktober 2014

Oberstaufen, Lindner-Hotel, Wildkräuter-Wanderung

Meine Anreise mit der Bahn führte mich relativ stressfrei durch die schönsten Gegenden Bayerns. Losgefahren bin ich in Oberfranken im Nebel, südlich von Nürnberg kam dann die Sonne raus.

Bahnhof Untersteinach b. Stadtsteinach, OberfrankenUngeplant musste der ganze Zug in Nürnberg aussteigen und in den Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis wechseln, und umgekehrt. Da jener Zug aber von der Waggon-Nummerierung her entgegengesetzt stand, wurden alle Passagiere quasi einmal durchgewürfelt. Ein Passagier aus meinem neuen Zug hatte das nicht mitbekommen und wäre fast zurück nach München gefahren, obwohl er nach Berlin wollte. Selbstverloren ein Buch lesen oder Musik hören geht also auch beim Bahnfahren nicht; ein wenig aufpassen muss man.

Während der Fahrt habe ich mich nochmal eingelesen, ein wenig meine Social Media Kanäle gefüttert, ein paar Fotos hochgeladen und kommentiert. Und dann wieder entspannt. Schließlich war ein Wellness-Wochenende angesagt. Ich bin sonst viel auf deutschen Autobahnen unterwegs und fand es wieder einmal beeindruckend, wie anders es sich anfühlt, wenn man mit der Bahn reist. Selbst im ICE ist Zeit genug, im Altmühltal kleine an Felsen geschmiegte Dörfer und Burganlagen zu betrachten und einfach entspannt die herbstliche Landschaft zu genießen. Auf gleicher Höhe kenne ich sonst die gerade und relativ langweilige 6-spurige Autobahn.

Noch schöner wurde es, als wir ins Allgäu kamen.

Blick aus dem Fenster: Allgäu

Praktisch ist, dass das Lindner-Hotel einen Shuttle anbietet - man wird am Bahnhof Oberstaufen abgeholt, wenn man mag, obwohl es vom Bahnhof zum Hotel eigentlich nicht weit ist. Der nette Chauffeur hat gleich einige meiner Fragen beantwortet und mich sicher zum Hotel gefahren.

Donnerstag, 4. September 2014

2 Wochen Japan: Kreuzfahrt und Citytrip Tokio

Sehr spontan ging es diesmal bei mir zu: Am Montag habe ich den Flug gebucht, am Donnerstag ging's los. Zwei Wochen Japan zum Kennenlernen.

Für mich eine Premiere, wir wollten zwar schon 2011 nach Japan, damals kam uns aber das Tōhoku-Erdbeben und die folgende Nuklearkatastrophe von Fukushima dazwischen.

Tokio - Park am Kaiserpalast

Jetzt hat es sich also kurzfristig ergeben und war ideal, um den Kopf nach ein paar privaten und nicht so erfreulichen Turbulenzen wieder frei zu kriegen.

Wir haben eine 9tägige Kreuzfahrt mit der Diamond Princess rund um Hokkaido (mit einem Abstecher auf die russische Insel Sachalin) unternommen, gefolgt von 3 Nächten in Tokio. Insgesamt sind 2 Wochen für Japan natürlich zu knapp, aber um einen ersten Einblick zu bekommen, fanden wir es genial!

Unsere Route:

So nach und nach möchte ich einzelne Fotos und Infos dazu veröffentlichen und hier verlinken. Mal sehen, ob und wie ich es schaffe... Schaut also am besten immer mal rein oder abonniert die neuen Einträge über die Funktion im Blog rechts oben.

Japan mit dem Schiff:


Wir sind mit Princess Cruises gefahren, auch dies war eine Premiere. Die Reederei gehört zu Carnival und ist bekannt für interessante Routen rund um den Globus. Japan mit dem Schiff zu erkunden, ist natürlich perfekt. Der Inselstaat mit seinen vielen Hafenstädten lädt dazu ein, man sieht vieles, es ist unkompliziert, man hat Vollpension an Bord, die Kosten sind kalkulierbar und wirklich günstig.

Die ideale Art, das Land und auch die Leute kennen zu lernen!!!

Diamond Princess vor Sachalin






















Die Diamond Princess ist sogar quasi ein japanisches Schiff: Sie wurde in Nagasaki gebaut und befährt seit 2004 für Princess Cruises internationale Gewässer. Diesen Sommer war sie erstmals ab Japan im Einsatz und wird voraussichtlich die nächsten Jahre im Sommerhalbjahr auch dort auf verschiedenen Routen unterwegs sein.

Ungefähr die Hälfte der Passagiere waren Japaner, die wir angenehm als perfekte Mitreisende empfanden: Sehr leise und höflich, es gab tagsüber freie Plätze am Pool, weil sie nicht so gerne braun werden wie unsereins, wohlerzogene Kinder, nicht so laut, usw. Daneben waren viele Australier an Bord, auch Taiwanesen und natürlich auch ein paar deutschsprachige Gäste.

Diamond Princess

Für deutschsprachige Reisende ist eine deutsche Reisebegleiterin an Bord, die eine tägliche Sprechstunde hat und auch einen deutschen Tagesplan mit den wichtigsten Informationen und einigen Tipps verfasst.

Ich persönlich würde mich ohne Englischkenntnisse nicht ohne Herzklopfen auf das Schiff trauen, aber, wie mir versichert wurde, geht es mit ihrer Unterstützung auch ohne! Ich finde jedoch, man sollte wenigstens ein paar Grußformeln, sorry oder danke auf Englisch sagen können, um sich mit den Mitreisenden ein wenig austauschen zu können, finde ich. Viele der japanischen Reisenden können auch nur einige Worte Englisch, da hilft ein Lächeln weiter. Für die Japaner wurde bei dieser Reise auch sehr viel übersetzt, neben dem englischen Cruise Director gab es eine sympathische Japanerin, die ihn übersetzte und eigenes Programm durchführte. Es gibt englische und japanische Ausflüge, keine deutschsprachigen. Wir nahmen an einigen englischsprachigen teil.

Städtereise Tokio:



Tokyo Skytree
Nach der Kreuzfahrt sind wir nach Tokio gefahren und haben drei Nächte dort im Hotel übernachtet und uns die Stadt angeschaut.

Übernachtet haben wir im Intercontinental Tokyo Bay, das gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen ist. Das war mir wichtig, das ich das Hotel von Yokohama aus kommend mit den großen Koffern gut erreichen wollte, ohne auf eine längere Taxifahrt angewiesen zu sein.

Das Hotel habe ich mit dem Smartphone von unterwegs gebucht, als wir in einem der Häfen waren. Das hat problemlos funktioniert.

Wir haben drei Nächte hier verbracht und waren sehr zufrieden, sowohl mit dem Zimmer als auch mit dem Service und der Freundlichkeit der Angestellten. Unser Zimmer war sehr gut ausgestattet und gepflegt. Es war im 13. Stock und hatte zwei Fenster: Wir hatten einen wunderbaren Ausblick auf die Tokyo Bay und vom anderen Fenster (und damit sogar vom Bett aus) auf den dem Eiffelturm nachempfundenen Tokyo Tower.

Zwei Bahnhöfe sind in der Nähe: Die Hamamatsucho Station ist in Gehfentfernung (mit direkter Verbindung nach Yokohama) und die Takeshiba Station der Tokyo Waterfront New Transit Yurikamome ist fast direkt vor der Haustüre. Im Komplex, in dem sich das Hotel befindet, ist auch ein Family Mart, ein weiteres Café und ein Bootsanleger. Wir sind zu Fuß zum Tsukiji-Fischmarkt und nach Ginza marschiert, was zwar dauert, aber machbar ist. Das Frühstück fand ich etwas teuer, so dass wir es nicht genutzt haben. Davon abgesehen kann ich das Hotel sehr empfehlen und würde nächstes Mal auch wieder dort übernachten.

Intercontinental Tokyo BayMir hat Tokio super gefallen, eine gute Kombination aus Neu und Alt und Wolkenkratzern und Shopping und Menschen und Essen und allem. Ich fand die Stadt, obwohl sie so viele Einwohner hat, nicht so hektisch wie andere dieser Megacities. Wir haben uns eher treiben lassen und so trotzdem eine Menge gesehen.

Mehr Informationen und Fotos folgen auf den entsprechenden Seiten, falls ich dazu komme... ;-)

Bereits während der Reise hatte ich von Japan und Russland aus auf meine diversen Social Media Kanäle gepostet und Fotos hochgeladen.

Reiseführer:


Wir hatten drei Reiseführer mit. Einen älteren Lonely Planet, den ich für die damals geplante Reise 2011 gekauft hatte, den aktuellen Tokio-Stadtführer von Marco Polo, der mir aber nicht so gefiel, und absolut zu empfehlen: Labyrinth Tokio von Axel Schwab mit vielen Tourvorschlägen und praktischen Informationen.

Reiseführer Japan

Sehr empfehlen kann ich auch den Fettnäpfchenführer Japan, den ich leider erst nach unserer Reise gelesen habe. Da wurde mir einiges klarer. ;-)

Tipps:

  • Ich fand Japan, zumindest, was wir gesehen haben, sehr organisiert, strukturiert und wirklich einfach zu bereisen! Überall findet man Menschen, die einem helfen, wenn man fragend schaut, oft auf Englisch und immer herzlich. 
  • Japan war viel billiger als ich erwartet hatte! Klar ist ein frisch gezapftes Bier teurer als hier, aber Essen gehen oder auch Snacks, die man zwischendurch kauft, waren günstiger als hierzulande. 
  • Adapter nicht vergessen! Japan hat 110V, auch die Stecker sind dieselben wie in den USA mit zwei flachen Kontakten. Auch auf der Kabine der Diamond Princess gibt es nur im Badezimmer eine für deutsche Stecker passende Steckdose, ansonsten braucht man Adapter. 
  • Ab und zu war ich mit dem Smartphone online, das kostete in Japan und Russland 2,99 EUR pro Tag, was ich okay finde. Vereinzelt gibt es auch freies WLAN. 
  • xxx
Ich werde hier nach und nach ergänzen, wenn mir etwas einfällt.

Mittwoch, 3. September 2014

Tokio: Kaiserpalast und Rückflug

Heute am letzten Tag wollten wir uns noch den Kaiserpalast anschauen, bzw. das Areal um den Palast.

Zuvor jedoch haben wir grob unsere Koffer gepackt und in der Rezeption gefragt, wann wir auschecken können. Ein Late Check-out war zum Glück möglich, so dass der Tag entspannter ablief. Ich mag es, wenn man vor dem Langstreckenflug noch einmal duschen und sich in frische Klamotten werfen kann. Zudem konnte ich für 15:50 Uhr einen Airport Limousine Bus Shuttle vom Hotel zum Flughafen buchen, auch in der Rezeption. Mit den großen Koffern ist das doch bequemer.

Wir sind mit der Bahn bis zum Hauptbahnhof und haben uns dort den Marunouchi Central Exit gesucht, Richtung Imperial Palace ist auch auf Englisch angeschrieben. Schön ist ein Blick zurück auf das schöne Backsteingebäude, das den Amsterdamer Zentralbahnhof als Vorbild hatte.

Tokio - Blick auf den Hauptbahnhof Tokio von der Marunouchi-Seite

Heutzutage ist das Marunouchi-Viertel eine bekannte Business-Adresse, außerdem gibt es Geschäfte und gute Restaurants. Wir sind geradeaus in Richtung Kaiserpalast gelaufen, der überall gut ausgeschildert ist. Immer den Schildern Nijubashi folgen.

Der Kaiserpalast ist die Residenz des Tennō, des japanischen Kaisers, und liegt auf dem ehemaligen Gelände der Burg Edo. Nur am Kaisergeburtstag und Neujahr (2. Januar, warum auch immer) ist ein Teil des Palastes öffentlich zu besichtigen und die Kaiserfamilie zeigt sich. An anderen Tagen kann man als Besucher einen Blick auf Paläste werfen und (ebenfalls kostenlos) den östlichen Teil der Gartenanlagen besichtigen.

Tokio - Brücke zum Kaiserpalast

Das Areal ist groß und strahlt mitten in der Stadt Ruhe aus. Arbeiter waren beschäftigt, Algen vom Rand der Wassergräben zu entfernen, die vor den mächtigen Mauern das Areal vom Rest der Welt abschotten. Wir sind gemütlich geschlendert und haben alles auf uns wirken lassen.

Die Brücke Nijubashi selbst und der Blick auf den zurzeit eingerüsteten Kaiserpalast sind nicht wirklich spektakulär. Lustiger fand ich es, die verschiedenen anderen Touristen dabei zu beobachten, wie sie Gruppenfotos und Selfies machen.

Tokio - Brücke zum Kaiserpalast

Wir sind dann weiter auf den gut beschilderten Wegen in Richtung des Ote-mon-Eingangs. Von dort kommt man in den östlichen Teil der Gärten. Der Eintritt ist kostenlos, man bekommt allerdings ein kleines Täfelchen als Ticket, das man am Schluss wieder abgibt. So ist gewährleistet, dass bei Schließung des Parks (um 16:30 Uhr) wieder alle Besucher raus sind.

Tokio - östlicher Palastgarten

Direkt hinter dem Eingang findet sich rechts ein Museum mit wechselnden Ausstellungen, das wir auch kurz besucht haben. Ansonsten lohnt es sich, einiges an Zeit mitzubringen, um sowohl den Park als auch die Menschen, die ihn besuchen, auf sich wirken zu lassen.

Einige Menschen verbrachten ihre Mittagspause dort, was ich sehr interessant und schön fand.

Im Park finden sind viele Schilder und Beschriftungen, die Hintergrundinformationen liefern. So ist u.a. ein Wachhaus zu sehen, in dem zu Edo-Zeiten 100 Samurai in mehreren Schichten das Tor bewachten.

Hyakunin-bansho Guardhouse

Ebenfalls ist auf Schautafeln beschrieben, wie die großen Steinmauern entstanden sind und später rekonstruiert wurden.

Sehenswert sind die folgenden Honmaru- und Ninomaru-Gärten, in die man mehr oder weniger automatisch gelangt, wenn man weiter läuft. Bäume, Blumen, usw. - es gibt viel zu sehen.

Etwas erhöht ist auch einen Aussichtspunkt mit schönem Rundblick. Wie überall in Tokio sieht man eine Menge Hochhäuser. Wir haben allerdings im ganzen Park keine Stelle gesehen, von der man den Palast hätte erspähen können.

Tokio - Ninomaru GartenSchön fand ich einen Garten, in dem 31 verschiedene Bäume als Symbol der verschiedenen Präfekturen Japans gepflanzt sind.

Auch kleine Seen und Bonsais sind zu sehen.


Auch im Herbst blüht noch was. :-)


Wir sind von dort zurück zum Hauptbahnhof und haben uns dort etwas zu Mittagessen gesucht. Das Angebot ist riesig! Der Bahnhof ist komplett unterkellert und voller Restaurants und Geschäfte mit großer Auswahl. Wir haben uns für Udon-Nudeln und Bier entschieden. Das Essen wird frisch zubereitet und hat wirklich gut geschmeckt.

Udon im Bahnhof

Von dort sind wir langsam zurück in Richtung Hotel, haben gepackt, ausgecheckt und sind mit dem Shuttle wie geplant zum Flughafen. Dort waren wir wie erwartet recht früh und hatten noch viel Zeit, um uns umzusehen.

Das Guthaben auf unseren Suica- bzw. Pasmo Karten (fürs öffentliche Nahverkehrssystem) konnten wir sogar noch aufbrauchen, indem wir ein paar Kleinigkeiten in den Shops am Flughafen damit bezahlt haben. Es gibt japanische Süßigkeiten, Matcha-Tee und Snacks, die sich als Mitbringsel eignen.

Wer mag, kann sogar noch eine japanische Toilettenschüssel kaufen; das gab's in einem der Läden hinterm Gate, kurz vor dem Abflug.



Den Flughafen hätte ich mir irgendwie größer und voller vorgestellt. Unser Flugzeug war eines der letzten und die Hallen waren fast ausgestorben.

Der Rückflug nach Nürnberg mit Umsteigen in Istanbul lief dann wie geplant ziemlich ereignislos, was ja nicht schlecht ist.

Turkish Airlines - Speisekarte Economy Class

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Dienstag, 2. September 2014

Modernes Tokio: Skytree, Asimo

Am Ende unserer Japanreise wollten wir noch einige der modernen Highlights Tokios besuchen. Der Tokyo Skytree ist mit 634 Meter Höhe derzeit (nach dem Burj Khalifa, den ich mir 2011 angeschaut habe, siehe hier) das zweithöchste Bauwerk der Erde. Klar, dass ich den sehen und hinauf wollte! :-)

Tokyo Skytree
Dieser Fernsehturm wurde im Mai 2012 eröffnet und liegt ganz grob im Nordosten Tokios, im Stadtteil Oshiage. Er ist am einfachsten über den gleichnamigen Bahnhof Oshiage zu erreichen und von dort gut ausgeschildert.

Man landet allerdings zuerst in einem riesengroßen Shopping Center - ähnlich wie in Dubai und Taipei und muss sich erst einmal umschauen, damit man die Kasse und die Aufzüge nach oben findet.

Wie überall in Asien gibt es auch hier genügend zu essen - wer also noch etwas fürs Frühstück, einen Snack zwischendurch oder etwas zum Mittagessen sucht, wird fündig. Auch die Plattformen unterhalb sind sehenswert und bieten schöne Ausblicke. Aber natürlich geht es darum, hoch zu fahren und sich von oben umzuschauen. Bei klarem Wetter kann man angeblich den Fuji sehen, dafür war es heute zu diesig.

Trotzdem lohnt sich der Besuch auch bei wolkigem Wetter: Die Architektur ist klasse, der Aufzug schnellt in die Höhe, von oben hat man wunderbare Ausblicke. Man kann sehr viel Zeit oben verbringen.

Sonntag, 31. August 2014

Ausschiffung, Tokio: Fischmarkt, Ginza

Baustelle - Hier kommt noch was!!!

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Samstag, 30. August 2014

2. Seetag

Baustelle - Hier kommt noch was!!!

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Freitag, 29. August 2014

Aomori, Japan

Honshū hat uns wieder - die japanische Hauptinsel. Ganz im Norden liegt Aomori, mit knapp 300.000 Einwohnern Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur. Der Hafen von Aomori ist sowohl durch eine Eisenbahnfähre als auch über den Seikan-Tunnel, einen der längsten Tunnel der Erde, mit Hakodate, unserem gestrigen Ziel auf der Insel Hokkaidō verbunden.

Wenn wir gestern also unsere Abfahrt verpasst hätten, hätte es Möglichkeiten gegeben, am nächsten Tag das Schiff mit überschaubarem Aufwand wieder zu erreichen. ;-)

Diamond Princess - Blick auf Aomori

Gegen 9:45 war eine Sicherheitsübung für die Besatzung, was ganz interessant zu beobachten war. Die Alarmtöne von der Brücke wurden kommentiert, so dass klar war, dass es sich um eine Übung handelte. Theoretisch sei auf Deck 6 ein Feuer ausgebrochen, eine Muster Station war ausgefallen, überall sah man Besatzungsmitglieder mit Rettungsweste, die auf dem Schiff unterwegs waren. Wer kein Bitte-nicht-stören-Schild vor der Tür hatte, hatte die Chance, in die Übung einbezogen zu werden. Es wird geübt, dass Kabinen überprüft werden, ob dort noch Passagiere sind, die im Ernstfall gerettet werden müssten.

Donnerstag, 28. August 2014

Hakodate, Japan

Baustelle - Hier kommt noch was!!!

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Mittwoch, 27. August 2014

Otaru und Sapporo, Japan

Baustelle - Hier kommt noch was!!!





Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Dienstag, 26. August 2014

Korsakow und Juschno-Sachalinsk, Russland

Wichtig: Wer mit dem Kreuzfahrtschiff nach Russland kommt und kein russisches Visum hat, darf nur mit einem organisierten Ausflug von Bord. Am besten bucht man bereits von zuhause aus einen Ausflug. Wer wie wir sehr spontan auf Kreuzfahrt geht, der kann es noch auf dem Schiff probieren. Das hat zum Glück geklappt. :-)

Ich habe für uns eine Tour nach Jushno Sachalinsk gebucht. Non-guided tour nannte sich das ganze, das war eine Busfahrt mit einigen Stopps. Um 8 Uhr ging es los. Es hätte auch einen Ausflug nur nach Korsakow gegeben, also in die Hafenstadt, in der wir angelegt haben. Ich wollte aber ein wenig mehr von der Insel sehen.

Sachalin (Сахалин) ist die größte Insel Russlands ganz im Osten und verfügt über die bedeutendsten Erdöl- und Erdgasvorkommen Russlands, was schon faszinierend ist. Man rechnet mit ähnlich großen Vorkommen wie in der ganzen Nordsee! Hauptstadt der Oblast ist Juschno-Sachalinsk mit ca. 180.000 Einwohnern, Hafenstadt ist Korsakow, gleichzeitig die älteste russische Siedlung auf der Insel Sachalin. Von 1905 bis 1945, also  nach dem Russisch-Japanischen Krieg, gehörte der Ort und der südliche Teil der Insel zu Japan, nach dem Zweiten Weltkrieg kam Korsakow dann an die Sowjetunion. Wie überall auf der Welt und in der Geschichte, kriegt der Sieger des Kriegs das Land.

Diamond Princess vor Korsakow

Diesmal haben wir nicht angelegt, sondern sind vom Schiff aus getendert, was ich eigentlich ganz gerne mag. Man hat vom kleinen Boot (die Rettungsboote des Schiffs werden genutzt) mit Blick auf das große Schiff ein ganz anderes Gefühl. Außerdem kann man tolle Fotos vom Schiff umgeben von Wasser schießen! Das geht sonst, wenn das Schiff im Hafen liegt, meist nicht so gut.

Montag, 25. August 2014

Shiretoko Halbinsel, Japan

Heute war quasi ein Seetag mit 3 Stunden Sightseeing vom Schiff aus. Scenic Cruising nennt sich so etwas auf dem Kreuzfahrtschiff.

Diamond Princess - Frühstück

Es war es recht kühl mit einer Tageshöchsttemperatur von 17°C, erst bewölkt mit kurzen Regenschauern, aber auch mit sonnigen Abschnitten und immer etwas windig.

Diamond Princess - Pool

Die Shiretoko-Halbinsel (jap. 知床半島, Shiretoko-hantō) besteht aus Vulkanen und liegt im östlichsten Teil der japanischen Insel Hokkaidō. Sie liegt damit ideal auf der Route nach Sachalin, also quasi auf dem Weg. Drei Stunden sog. Scenic Cruising zwischen 14 und 17 Uhr war geplant, um diese landschaftlich sehr reizvolle Gegend vom Schiff aus kennen zu lernen.

Sonntag, 24. August 2014

Kushiro, Japan

Kushiro (釧路市) liegt im Osten der Insel Hokkaidō und ist mit ca. 175.000 Einwohnern die östlichste Großstadt und eine der kältesten und abgelegensten Städte Japans. Ich hatte ehrlich gesagt zuvor noch nie etwas von Koshiro gehört und war gespannt darauf.

Der Hafen wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Handelshafen dem Westen geöffnet, er ist meist eisfrei und hat daher eine große Bedeutung, vor allem als Industriehafen.



Am Hafen haben auch wir angelegt und nach dem doch etwas anstrengenden Ankunftstag mit der Fahrt nach Yokohama waren wir froh, eine relativ normale japanische Stadt kennen zu lernen und ein wenig vom Land zu sehen. Dafür war Kushiro ideal; großartige Sehenswürdigkeiten gibt es nicht und da Sonntag war, hatten die meisten Einwohner frei und man sah ein wenig vom Leben.

Samstag, 23. August 2014

1. Seetag auf der Diamond Princess

Der erste Seetag ist klassischerweise dazu da, dass man sich von der langen Anreise etwas entspannt und sich in Ruhe auf dem Schiff eingewöhnen kann. Wir haben es daher auch langsam angehen lassen und uns auf dem Schiff umgeschaut.

Wir hatten diesmal eine Außenkabine, also keine mit Balkon, so dass wir nachdem wir ausgeschlafen haben doch irgendwann an Deck sind. Sieben Stunden Zeitverschiebung sind ja auch nicht ohne... Als erstes haben wir im Buffet Restaurant am Heck gefrühstückt.



Freitag, 22. August 2014

Ankunft in Japan, Fahrt nach Yokohama, Einschiffung

Der Flug von Istanbul nach Tokio war ja ein Nachtflug, irgendwann wurden die Fensterabdeckungen geschlossen und es war dunkel. Ich habe relativ gut geschlafen, die letzten Tage waren ziemlich stressig gewesen - das hat zumindest den Vorteil, dass ich müde war. ;-)

Frühstück bei Turkish Airlines

Zum Frühstück gab's Joghurt mit Müsli, Käse, Oliven, Rührei, Gemüse und ein Teiggebäckstück. Alles wie üblich bei Turkish Airlines für Flugzeugverhältnisse sehr lecker.

Zwischendurch konnte man sich am Monitor über die Flugroute informieren. Nordkorea wird seit einiger Zeit umflogen. Das sieht man ganz gut auf der Karte.

Flugroute nach Tokio auf dem Monitor am Vordersitz

Donnerstag, 21. August 2014

Anreise nach Japan

Los ging es um 11:30 Uhr mit Flug TK1504 von Nürnberg nach Istanbul. Dort war ein kurzer Aufenthalt, knapp zwei Stunden, bevor es um 17:10 Uhr mit Flug TK0050 weiter in einer Boeing 777-300 nach Tokio ging. Ankunft in Tokio Narita war am nächsten Tag um 10:25 Uhr früh.

Am Morgen freuten wir uns nochmal darüber, dass wir weg fuhren. Es regnete bei 10°C, kein schöner deutscher Sommertag...



Der Flughafen Nürnberg mit einer Turkish Airlines Maschine ist für mich inzwischen gewohnt; die letzten zwei Jahre bin ich häufig beruflich über Istanbul nach Asien geflogen. Den Fenstersitz bekam daher mein Mann; es gab wieder schöne Ausblicke von Deutschland über den Balkan Richtung Türkei.

Donnerstag, 13. März 2014

Citytrip Taipei

Taiwan gehört zu den Ländern, über die man touristisch relativ wenig hört und liest. Es ist von Deutschland aus relativ weit und umständlich zu erreichen und (noch?) nicht so bekannt. Ich wollte eigentlich seit langem einmal hin und habe der Insel kürzlich einen ersten Besuch abgestattet.

Fürs erste war ich für 4 Tage in der Hauptstadt. Die Schreibweise Taipei ist inzwischen gebräuchlich und auch in der Stadt überall so zu sehen. Eigentlich 台北, in Pinyin Táiběi, in der Wade-Giles Umschrift T’ai-pei, auf Englisch Taipei und auf Deutsch oft auch noch Taipeh. Ich habe mich für Taipei entschieden. :-)

Taipei - Impressionen

Hier ein paar erste Impressionen aus Taipei: Links der Eingang zum Longshan Tempel, daneben der Taipei 101 vormittags in den Wolken, in der Mitte rechts das Palastmuseum (National Palace Museum) und rechts ich vor dem Chiang Kai-shek Memorial Gebäude.

Ich war beruflich in Shanghai und bin von dort hingeflogen. In anderthalb Stunden ist man dort, viele Airlines fliegen von beiden Shanghaier Flughäfen hin zu beiden Taipeier Flughäfen, man muss also schauen, was am besten passt. Ich bin von Pudong geflogen und in Taoyuan gelandet, das ist der internationale Flughafen, der etwas außerhalb der Stadt liegt. Da ich viel und schweres Gepäck hatte (ich hatte in Taipei auch geschäftlich zu tun), bin ich mit dem Taxi für umgerechnet knapp 30 EUR ins Stadtzentrum gefahren. Mein Hotel hatte ich übers Internet gebucht.

Mein Programm:



Draufklicken führt zu den entsprechenden Tagen - derzeit teilweise noch ohne Inhalt. Ich werde nachtragen, sobald ich mehr Zeit habe... :-)

Tipps:

  • Taipei ist wunderbar unkompliziert und total einfach zu bereisen! 
  • Zum Einlesen habe ich mir den Reiseführer CityTrip Taipeh vom Reise Know-How Verlag besorgt, mit dem ich ganz zufrieden war. Ein paar mehr chinesische Zeichen in den Adresszeilen (für die Taxifahrer) und eine Darstellung der Töne zum leichteren Aussprechen der chinesischen Wörter wären perfekt. 
  • Das Taipeh Tourismusbüro in Frankfurt unterhält eine lesenswerte Internetpräsenz mit vielen Informationen zu Land und Leuten sowie touristischen Highlights. 
  • Als Deutscher darf man ohne Visum 90 Tage ins Land, mit einem Pass, der noch mind. 6 Monate gültig ist (ohne Gewähr, checkt das bitte aktuell nochmal nach!). Im Flugzeug wird ein Einreisezettel verteilt, den man ausfüllt und bei der Passkontrolle vorlegt. 
  • Am Flughafen gibt es Geldwechsel und Geldautomaten. In der Stadt auch, man kann also überall Geld tauschen oder abheben, das war unkompliziert. Auch Kreditkarten werden gerne genommen. Mit dem Neuen Taiwan-Dollar fängt man außerhalb Taiwans wenig an; ich habe daher mein Restgeld bei der Abreise am Flughafen zurück getauscht. 
  • Das öffentliche Nahverkehrssystem ist super organisiert: Man kauft sich am besten eine sog. Easycard, mit der man bequem bezahlen kann, in Bus und MRT (U-Bahn, die teils überirdisch fährt). Das MRT-Netz wird kräftig ausgebaut, so kommt man z.B. inzwischen direkt ans Taipei 101, das im Reiseführer noch nicht angebunden ist. 
  • Internet ist in der Stadt fast überall verfügbar und an sehr vielen Stellen kostenlos. Man kann also mit dem Smartphone die Welt an seinen Erlebnissen teilhaben lassen oder auch mal kurz auf dem Stadtplan schauen, wo man hin möchte. Ich habe mich bei www.tpe-free.tw registriert, damit ist man in der Nähe von öffentlichen Gebäuden und Bahnhöfen online. Auch Supermärkte, Restaurants, Kneipen, Cafés, Hotels bieten kostenlose Zugänge an. 
  • Strom: 110 Volt mit unterschiedlichen Netzsteckern. Ich habe überall Steckdosen gefunden, die ich nutzen konnte. Nehmt einen Adapter mit. 
  • Sehr viele Menschen sprechen Englisch und freuen sich, wenn sie einem weiterhelfen können. Wer Chinesisch spricht (so wie ich) trifft viele Taiwanesen, die sich darüber freuen. Die Leute, die ich traf, sprachen verständliches Hochchinesisch (Mandarin), also kein Problem. Interessanterweise konnten die Taxifahrer, die ich traf, nur Chinesisch, d.h. die Adresse, zu der man hin möchte, besser auf Chinesisch geschrieben mitnehmen, und es klappt! :-)

Montag, 10. März 2014

Longshan Tempel, Palastmuseum, Shilin Nachtmarkt

Nach einem geschäftlichen Termin am Morgen habe ich mir mit einem Geschäftspartner zusammen den bekannten Longshan Tempel angeschaut.

Longshan Tempel


Der Longshan Tempel (龍山寺 Lóngshānsī, Drachenberg-Tempel) ist Taipeis ältester Tempel, er wurde 1738 erbaut, und zwar von chinesichen Auswanderern, die sich hier ansiedelten. Er liegt im Stadtteil Wanhua und ist mit der U-Bahn einfach zu erreichen (Ausgang 4 der Station Longshan Temple). Der Tempel ist beliebt und sehr gut besucht, man ist dort also nicht allein.

Longshan Tempel, Taipei

Vor dem Eingangsbereich sind mir Papierfiguren aufgefallen, kunstvoll und bunt. Davor stauten sich Menschen.



Innen drin ist der Tempel auch interessant: Die symmetrische Anlage besteht aus drei Hallen, Vorhalle, Haupthalle, hintere Halle. Mehr als 150 Götterstatuen befinden sich in der Tempelanlage, man hat also eine große Auswahl, wen man verehren möchte.

Der Tempel ist der buddhistischen Göttin Guanyin gewidmet, deren Statue Erdbeben, Taifune und Bomben des 2. Weltkriegs unbeschadet überstand, was natürlich eine besondere Anziehungskraft ausübt. 



Im Innenhof befinden sich ein reich verzierter sechseckiger Glockenturm gegenüber vom ebenso prachtvolle Trommelturm. Darin befinden sich Glocken und Trommeln für besondere Anlässe. Eine Glocke wird morgens geläutet, die Trommel abends angeschlagen, um die Gläubigen an das Rezitieren ihrer Sutras und die Ausführung ihrer ordnungsgemäßen Zeremonien zu erinnern.



Es ist sehr interessant, Gläubige zu beobachten: Manche sind in sich versunken und verbringen viel Zeit hier; viele schauen nur kurz vorbei, zünden ein Räucherstäbchen an und gehen wieder.



Nationales Palastmuseum


Das Nationle Palastmuseum ist die Schatzkammer Taiwans, eigentlich die Schatzkammer Chinas: Es beherbergt die weltweit größte Sammlung chinesischer Kunstwerke und hat einen unschätzbaren Wert. Für mich als Sinologin ein absolutes Muss.



Mit dieser Sammlung wurde übrigens vor über 1.000 Jahren begonnen, sie beinhaltet Stücke aus der kompletten chinesischen Geschichte bis zurück zur Steinzeit; nur Teile können ausgestellt werden. Früher war sie in Peking, es handelt sich nämlich um Teile der kaiserliche Sammlung aus der Verbotenen Stadt, die durch Chiang Kai-shek nach Taiwan gebracht wurden, als er 1949 von China auf die Insel Taiwan floh.



Das Museum wurde in den 1960ern errichtet und in manchen Teilen merkt man das auch; moderne Museen sind anders gestaltet, allerdings braucht dieses nicht mit Multimedia usw. zu protzen, die Ausstellungsstücke sprechen für sich selbst. Über 5 Millionen Besucher jährlich sprechen für sich. Und sie sind genauso gebannt und begeistert wie ich. Ich konnte mich kaum sattsehen. Innen drin darf man nicht fotografieren.



Ich bin geblieben, bis es geschlossen hat.



Das Museum hat täglich zwischen 8:30 und 8:30 Uhr geöffnet. Mit der Metro fährt man zur Station Shilin und von dort mit einem der Busse zum Museum. Orientieren kann man sich mit der Beschilderung oder mit Audioguides, es gibt zudem kostenlose englische Führungen. Aktuelle Informationen findet man auf der Website des Museums, sogar auf Deutsch.

Shilin Nachtmarkt


Am Abend bin ich über den wohl bekanntesten Nachtmarkt Taiwans geschlendert. Der Shilin Nachtmarkt (士林夜市) in der Hauptstadt Taipei hat mir sehr gut gefallen.

Man findet hier alles, was man sich vorstellen kann!

Shilin Nachtmarkt Taipei, Taiwan - Markthalle

Es gibt eine Menge zu essen, kleine Buden, auch einfache Restaurants, daneben Spielbuden, auch für Kinder, große und kleine Läden sowie eine Menge kleine Stände mit Kleidung, Schuhen, Kosmetika, Musik, Tee, usw. - alles, was das Herz begehrt.

Man erreicht den Nachtmarkt ganz einfach entweder von der Jiantan oder der Shilin MRT-Station. Er ist gut beschildert. Es gibt in Shilin eine Menge kleinere Straßen, auch einen Platz, an dem ein gut besuchter Tempel ist, und eine Art Markthallengebäude.

Nach dem Besuch des Palastmuseums lag Shilin also auf dem Weg.

Vom Nachtmarkt habe ich ein paar Fotos geschossen, die aufgrund der Dunkelheit meist nicht so super geworden sind. Aber da sie einen Eindruck vermitteln, teile ich sie gerne mit Euch. Viel Spaß dabei!

Hier eine Stelle, an der es nicht sooo voll war.



Die Menschen gehen zum Shoppen hin und genießen dabei das Essen, das angeboten wird. Bei vielen hat man den Eindruck, sie gehen vor allem wegen der leckeren Speisen hin. Was Klamotten angeht, findet man ein breites Spektrum.

Frische Spieße werden an einem der Marktstände gebraten. Das gefällt mir immer, hygienisch einwandfrei, frisch, guter Durchsatz, viele Kunden, freundliche Händler.



Taiwan ist ein Früchteparadies. Es gibt eine große Auswahl an tropischen Früchten, die man bedenkenlos essen kann. Zurzeit ist auch Erdbeersaison.


Zwischendurch gibt es jahrmarktmäßige Stände. Vor allem Kinder hatten hier ihren Spaß.


Da der Bubble Tea in Taiwan erfunden wurde, angeblich auf den bekannten Nachtmärkten, auch ein Foto des Angebots hier.

Es gibt eine Menge verschiedene Sorten.



Im Untergeschoss der Markthalle gibt es einen Foodcourt mit einer großen Auswahl und einfachen Stühlen, an denen man essen kann.


Was die Fotos nicht transportieren können, sind natürlich die beeindruckenden Geräusche und Gerüche sowie die Stimmung dort. Sehr angenehm, entspannt, lauter nette Menschen um einen herum, die ihren Spaß haben. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Dies ist Teil eines Berichts über meine erste Reise nach Taiwan, ich war ein paar Tage in Taipei. Details dazu, Tipps für Taipei und was ich die anderen Tage gemacht habe, findet sich hier.

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